„Dieser Film gehört ins Kino!“

„Dieser Film gehört ins Kino!“
Filmbild: Valley of the Gods

„Dieser Film gehört ins Kino!“

In wenigen Tagen beginnt das Internationale Uranium Film Festival in Berlin, vom 15. bis 18. Oktober 2020 im Kino in der Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg.  Mehrere Deutsche Erstaufführungen und Filmemacher aus Italien, Deutschland und Polen sind mit dabei.

Der deutsche Schauspieler, Regisseur und Produzent Timo Jacobs hat sich das internationale Festivalprogramm angesehen und empfiehlt dem Berliner Publikum besonders den Film VALLEY OF THE GODS (Dolina Bogów) des polnischen Regisseurs Lech Majewski.

anfuehrungszeichen

Timo Jacobs: „Wenn es bei einem Film wirklich klar ist, wo er gesehen werden muss, dann ist es bei „Valley of the Gods“ vom Großmeister Lech Majewski. Dieser Film gehört ins Kino! Die Bilder sind unfassbar schön und faszinierend, sie nehmen uns mit zurück in die Natur und stellen uns dieser gegenüber. Die Erzählweise von Lech Majewski ist packend, ohne sich aufzudrängen, die Verbindungen von Kausalzusammenhängen sind abstrakt, aber harmonisch. Seine Handschrift ist brillant, aber ohne einen bekannten Typus zu erfüllen. Das vermag auch die eine oder die andere Verwirrung auszulösen, aber genau dies brauchen wir, um dahin zu kommen, wo Lech Majewski uns hinbekommen möchte: Aber das finden Sie doch bitte für sich selber raus, gehen Sie ins Kino. Viel Vergnügen!“

VALLEY OF THE GODS, ein Spielfilm mit Stars wie John Malkovich, Josh Hartnett und Bérénice Marlohe wurde u.a im Monument Valley der Navajo Nation in Utah gedreht. Der reichste Mann der Welt will in einem für die Navajo heiligen Gebiet radioaktives Uran abbauen. Der surrealistische Spielfilm wird am Abschlusstag des Festivals, am Sonntag, den 18.10. um 19.30 Uhr gezeigt (Einlass um 19 Uhr), mit dabei auch Regisseur Lech Majewski aus Katowice. / Timo Jacobs ist Schauspieler, Regisseur und Produzent. Der gebürtige Itzehoer lebt und arbeitet in Berlin.

VOM SINN DES GANZEN: Filmempfehlung von Klaus-Peter Grap, Berliner Schauspieler, Sprecher, Moderator und Autor.

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Klaus-Peter Grap: „Ich freue mich, dass VOM SINN DES GANZEN von Claus Biegert das Uranium Festival röffnet, weil er etwas von unserer Geschichte in Deutschland widerspiegelt. Wer erinnert sich noch an deutsche Atomminister? Wie sehnlichst wünschte sich Hitler die Atombombe, und wie dankbar muss die Welt sein, dass er sie nie bekam. Das Berufs-Leben von Hans Peter Dürr wird vor uns ausgebreitet. Wissenschaftler, die sich nur um die Physik kümmerten, weniger um ihre Auswirkungen auf die Menschheit, emotional gesehen. Gerade in der heutigen Zeit wird uns täglich bewußt, wie wichtig die Wissenschaft ist, aber auch wie viele Fehler mit ihr verbunden sein können. Wissen wird eben erst heran geschafft. Als Dürr genug von Bomben wußte, wurde er eine Ikone im Kampf gegen sie. Er scheute sich nicht vor Diskussionen. Das sollte auch keiner von uns. Claus Biegert legt uns den Arbeitsweg von Dürr aus, belegt einiges mit Filmausschnitten und läßt sich wertfrei erzählen. Er selber sagte mal: Wir haben das Atomzeitalter begonnen, wir sollten es auch wieder beenden. Machen wir uns alle daran!“

Klaus-Peter Grap ist Berliner Schauspieler, Sprecher, Moderator und Autor. Seit 1977 spielte er mehr als 120 Rollen vor der Kamera, und in mehr als 40 Theaterstücken.

VOM SINN DES GANZEN ist der Eröffnungsfilm des Uranium Film Festivals in Berlin und eine Weltpremiere mit Regisseur Claus Biegert, Donnerstag, 15.10. / 19.30 Uhr, Einlass ab 18.45 Uhr. 

Alle Infos zu den Filmen des Festivals unter https://uraniumfilmfestival.org/de/programm-berlin-2020

red

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