Fracking führt zur Ausbreitung von Tripper

Fracking führt zur Ausbreitung von Tripper

Fracking verbreitet Tripper

Fracking steigert Sexualkrankheiten! Nicht genug, dass die Bohrmethode nach Schiefergas und -Öl ganze Landstriche verwüstet, das Grundwasser verseucht, Erdbeben provoziert und radioaktiven Müll anhäuft. Jetzt schocken Wissenschaftler der Yale School of Public Health die Öl-Lobby und die Anwohner in Frackingregionen mit neuen, unappetitlichen Fakten. Sie stellten fest, dass überall wo die Bohrer anrücken, die Zahl der beim Sex übertragbaren Tripper- und Chlamydien-Fälle explodieren.

Für ihre Studie wertete Yale-Professorin Linda Niccolai Tausende Krankheitsdaten von Patienten in Texas zwischen den Jahren 2000 und 2016 aus. Dabei verglich ihr Team Regionen in denen Fraking stattfindet mit jenen, in denen niemand nach Öl und Gas buddelt.

15 Prozent mehr Tripper-Kranke durch Fracking

Das Ergebnis erschreckt: In den Fracking-Gebieten kletterte die Zahl der Erkrankungen um bis zu 15 Prozent. Die Zahlen der mit Chlamydien infizierten stieg ebenfalls um 10 Prozent.

Der lange Zeitraum, über den Niccolai die Daten auswertete, ließ auch eindeutige Zusammenhänge erkennen, die eine Zunahme der Erkrankungen mit der aufnahme des Frakings verbindet, berichtet jetz auch Treehugger.

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Den Grund für den Anstieg der Erkrankungen glaubt die Wissenschaftlerinaus Texas zu kennen. Die Technik des Ölbohrens im Schiefergestein braucht Fachleute. Die gibt es in den entlegeneren Gebietren meist nicht vor Ort. Deshalb entstand eine Wanderung meist junger Männer, die zwischen den Bohrstellen wandern, an denen sie sich meist für einige Monate in Camps aufhalten. Solche Situationen führten dazu, schreiben die Forscher im Fachblatt Sexually Transmitted Diseases, dass die Wanderarbeiter vermehrte Sexualkontakte pflegen und damit die Krankheit gute Bedingungen für eine rasche Ausbreitung finden.

pit

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