Größter Eisberg der Erde triftet weg

Größter Eisberg der Erde triftet weg
spiegel.de: Vor fast 40 Jahren hatte sich A23a vom antarktischen Schelfeis gelöst, der Eisberg hing jahrzehntelang am Meeresboden fest und war später in zirkulierenden Meeresströmungen gefangen. Nun ist der Riese wieder frei.
Der wohl größte Eisberg der Welt ist Jahrzehnte nach seinem Abbrechen vom antarktischen Schelfeis auf dem Weg nach Norden. Das erklärte das Polarforschungsinstitut British Antarctic Survey.
Der Eisberg mit dem wissenschaftlichen Namen A23a hatte sich 1986 vom Filchner-Ronne-Schelfeis in der Antarktis gelöst. Er hing aber noch jahrzehntelang am Meeresboden fest. Nach dem Loslösen im Jahr 2000 blieb er – mit kurzen Unterbrechungen – in zirkulierenden Meeresströmungen gefangen. Doch nun ist er wieder entkommen, wie auf Satellitenaufnahmen zu sehen ist.
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Eisberg ist 4,5-mal so groß wie Berlin
Der Eisberg ist rund 4.000 Quadratkilometer groß, rund 4,5-mal so groß wie Berlin. Inzwischen haben Wellen und Witterung riesige Bögen und höhlenartige Vertiefungen in den Koloss gemeißelt: Das zeigten im Januar neue Aufnahmen von einem Schiff des Unternehmens Eyos Expeditions. Das Eyos-Team sei Mitte Januar nahe genug an den Eisberg herangekommen, um Drohnenaufnahmen zu machen, hieß es damals.
Erwartet wird nun, dass sich A23a in Richtung der Insel Südgeorgien bewegen wird. Dort werde er auf wärmeres Wasser stoßen, in kleinere Eisberge zerbrechen und letztlich schmelzen, hieß es in der Mitteilung.
»Es ist aufregend zu sehen, dass A23a wieder in Bewegung ist«, wurde der Ozeanograf Andrew Meijers zitiert. »Wir sind gespannt, ob er denselben Weg einschlagen wird wie andere große Eisberge, die vom antarktischen Schelfeis abgebrochen sind. Und noch wichtiger: Welche Auswirkungen dies auf das lokale Ökosystem haben wird.«
Der Riese A23a war für eine kurze Zeit nur zweitgrößter Eisberg auf den Weltmeeren. A76, im Mai 2021 vom Filchner-Ronne-Schelfeis abgebrochen, war noch ein Stück größer… weiterlesen


