Großer Sprung für faire Elektronik

Großer Sprung für faire Elektronik
Foto: Nager-IT

Großer Sprung für faire Elektronik

Gute Nachrichten: Niedersachsen machte es vor, nun zieht Baden- Württemberg nach. 60.000 faire Computermäuse werden ab 2020 bei Neuanschaffungen in Behörden des Bundeslandes sukzessive ersetzt. Damit schafft es die faire IT ins Tagesgeschäft der Behörden und dient auch größeren Produzenten als Anreiz fair zu produzieren.

2017 machte es Niedersachsen vor, und auch die Berliner Grünen legten kürzlich eine ähnliche Beschlussvorlage vor: In immer mehr öffentlichen Ämtern kommen faire Computermäuse von Nager IT zum Einsatz. Nun zieht Baden-Württemberg in großem Stil nach. Rund 60.000 faire Computermäuse werden innerhalb der nächsten vier Jahre bei Neuanschaffungen in Behörden eingesetzt, ein Großteil davon bei der Polizei.
Bemerkenswert ist die Aufnahme eines fair produzierten IT-Gerätes in einen Rahmenvertrag, über den baden-württembergische Behörden in den nächsten vier Jahren ihre IT-Geräte beziehen.
Damit ist die faire Elektronik nicht nur endgültig im Tagesgeschäft der Behörden angekommen. Der Auftrag der Zentralen Beschaffungsbehörde in Baden-Württemberg und der Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg an den Mausproduzenten Nager IT zeigt zudem, dass der Einsatz fairer IT im großen Stil möglich ist. Das soll als Anreiz für andere Elektronikproduzenten dienen, auf faire Produktion umzusteigen.
Nager IT aus Bayern produziert seit 2012 faire Computermäuse und gilt als Vorreiterprojekt für faire Elektronik. Den aktuellen Stand der Fairness verrät die transparente Lieferkette des Produkts.
Diese Transparenz ist ein wichtiger Vorstoß, der im Rahmen eines Lieferkettengesetzes – für das sich auch Entwicklungsminister Müller und Arbeitsminister Heil einsetzen – auch für andere Firmen relevant werden wird.

Verena Kaiser

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