In Wien doppelt grün aufs Dach

In Wien doppelt grün aufs Dach
Screenshot: klimareporter.de

In Wien doppelt grün aufs Dach

klimareporter.de: Die Stadt Wien fördert jetzt die Kombination von Gebäudegrün und Photovoltaik – Klimaschutz und -anpassung in einem. Die Lösung wird in Deutschland seit fast zwanzig Jahren angeboten und fristet noch immer ein Nischendasein. Förderprogramme gibt es hierzulande praktisch nicht.

Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit, längst sind Folgen wie steigende Hitze spürbar. Die Stadtregierung hat sich daher das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dazu hat sie die „größte Photovoltaik-Offensive der Geschichte“ gestartet.

Zur Erläuterung teilt sie mit: „Gebäudedächer, -fassaden und sonstige bereits versiegelte Flächen sind besonders wertvoll für Photovoltaik-Anlagen.“ Die Frage, ob ein Dach zur Begrünung oder zur Stromerzeugung genutzt werden soll, stelle sich dank technischer Fortschritte nicht mehr.

Entsprechend fasst der neue „Solarleitfaden“ Möglichkeiten und Potenziale zusammen, um Gebäudebegrünung und Solarstromnutzung gemeinsam zu realisieren.

Der Solarleitfaden, von dem hier die Rede ist, gilt seit Anfang Juni, aber nicht in einer Stadt in Deutschland, sondern in Wien, der Hauptstadt Österreichs. Mit bis zu 400 Euro pro Kilowatt Solarkapazität unterstützt die Wiener Stadtregierung die Installation von Photovoltaikanlagen auf Gründächern oder deren Einbau als „Verschattungseinrichtung“ für Dachlandschaften mit Aufenthaltscharakter und Dachbegrünung.

Gefördert werden sogar die verschiedenen Kombinationen von pflanzlichem und solarem „Grün“. Beides kann nebeneinander an der Fassade oder auf dem Dach koexistieren oder „übereinander“ mit mindestens 20 Zentimetern Abstand zwischen Beet und Solarmodul.

Oder auch mit einem Abstand von zwei Metern. Dann ergeben die Solarmodule eine Überdachung wie eine Art Pergola. Die Begrünung darunter steigere dabei den Wirkungsgrad der Photovoltaik um vier Prozent, heißt es im Leitfaden.

Der Münchner Ökostromanbieter Polarstern hält hier sogar ein Plus von bis zu acht Prozent für möglich – je nach Technik und Region. Positiv auf die Stromausbeute wirkten dabei der kühlende Effekt durch Verdunstung über die Pflanzen, deren Staubabsorption sowie die diffuse Reflexion des Sonnenlichts durchs Blattwerk… weiterlesen

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