Kerry verspricht die Klima-Kehrtwende

Kerry verspricht die Klima-Kehrtwende
John Kerry Screenshot: tagesschau.de

Kerry verspricht die Klima-Kehrtwende

tagesschau.de: Die USA sind zurück im internationalen Klimaschutz: Der US-Klimabeauftragte Kerry versprach bei der virtuellen Münchner Sicherheitskonferenz schnelles Handeln. Er schwörte andere Regierungen darauf ein, nicht zu zögern.

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) kennt John Kerry von früheren Auftritten als US-Außenminister. Aber das virtuelle Format ist auch für ihn neu und zum ersten Mal spricht Kerry als Klimabeauftragter der US-Regierung – an einem besonderen Tag: Sein Land ist offiziell zurück im Pariser Klima-Abkommen.

Für Kerry ist das der Anlass, ehrlich, demütig und ambitioniert zu sein. Denn die Weltgemeinschaft sei noch nicht annähernd da, wo sie sein sollte, sagte er. Demut empfinde er, weil die USA unentschuldbar für vier Jahre gefehlt habe. „Wir alle müssen mehr anstreben, um den Job erledigen“, forderte der Amerikaner.

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Nach Kerrys Worten ist die Klimakrise längst gegenwärtig, man müsse nur aus dem Fenster schauen, zum Beispiel in Texas, wo gerade ein ausgedehnter Polarwirbel für extreme Kälte sorgt. Der Klimawandel verstärke Konflikte, untergrabe die Stabilität von Staaten und vertreibe Menschen aus ihrer Heimat. Das sei ein Sicherheitsthema, sagt Kerry, und seiner Ansicht nach bleibt nicht mehr viel Zeit, um es zu lösen.

„Was man in den nächsten zehn Jahren tut, ist entscheidend. Darüber müssen wir reden, ab heute bis 2030“, sagte er. Wenn die USA, China, Indien, Russland, Japan, und die EU die Emissionen nicht genügend senken, gebe es nicht länger die Möglichkeit, die Temperatur bei 1,5 Grad zu halten oder Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Die Weltgemeinschaft hatte sich vor fünf Jahren in der Pariser Klimavereinbarung das Ziel gegeben, die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu halten. Aber dafür reichen die bisher eingereichten Klimaziele der Staaten nicht aus. Kerry setzt darauf, dass sich bis zum UN-Klimagipfel im Herbst in Glasgow noch mehr bewegen Regierungen.

„Das ist unsere beste und letzte Hoffnung“, sagte er. Bis 2030 müsste die Weltgemeinschaft den richtigen Kurs eingeschlagen haben, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu halten. „Wir stehen ohne Frage in der entscheidenden Dekade.“

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