Klimawandel könnte Windstrom reduzieren

Klimawandel könnte Windstrom reduzieren
golem.de: Das Nachlassen der Windstärke ist weltweit zu beobachten. Modelle zeigen, dass zudem extreme Flauten auf der Nordhalbkugel zu erwarten sind.
Eine detaillierte Studie der Universität Peking, China, zeigt, dass ein Fünftel der derzeit betriebenen Windkraftanlagen in Regionen steht, die bei einer weiteren Erderwärmung von langanhaltenden Flauten betroffen sein könnten. Diese könnten bis zu zwei Wochen anhalten, treten aber normalerweise nur einmal alle 1.000 Jahre auf.
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Das schnelle Abschmelzen des arktischen Eises und die überdurchschnittliche Erwärmung der Region könnten jedoch die Temperaturunterschiede auf der Nordhalbkugel deutlich reduzieren und derartige Flauten erheblich öfter entstehen lassen.
Zweite Studie stützt die Erkenntnisse zum Wind
Hinzu kommt eine zweite Studie der Universität von Illinois in Urbana-Champaign, USA, die bereits seit 1960 ein messbares Nachlassen der Windgeschwindigkeiten weltweit aufzeigt. Je höher die globale Durchschnittstemperatur steigt, desto weiter sinkt die Windgeschwindigkeit. Insgesamt könnte sie im Vergleich zu 1960 bis zum Ende des Jahrhunderts um 15 Prozent sinken.
Vor allem kleinere Windkraftanlagen, die schon jetzt in weniger günstigen Regionen liegen, könnten demnach kaum noch Strom produzieren. Die Stromproduktion insgesamt könnte somit um mehr als 15 Prozent sinken. Voraussetzung hierfür ist, dass der Klimawandel ungebremst fortschreitet.
Windstärken schwanken regional, Europa im Vorteil
Das Forschungsteam aus Peking warnt zudem davor, dass es erhebliche regionale Unterschiede bei der Veränderung der Windgeschwindigkeiten geben wird. Deshalb sollten weitere Untersuchungen und Modellierungen erfolgen, um besser abschätzen zu können, wo auch in 50 oder 100 Jahren noch ausreichend Wind wehen wird, ohne lange Flauten…. weiterlesen


