Lichtblitz verwandelt Plastikmüll in Graphen

Lichtblitz verwandelt Plastikmüll in Graphen
James Tour in seinem Labor Foto: Rice University

Lichtblitz verwandelt Plastikmüll in Graphen

Forscher der Rice University in den USA verwandeln Kunststoffabfälle in Graphen. Das berichtet jetzt die Nachrichten-Agentur Pressetext.

Das Verfahren basiere, schreibt die Agentur, auf einem Lichtbogen, der sich zwischen zwei Elektroden bildet, an die eine Hochspannung angelegt wird. Dabei wird der Kunststoff schlagartig auf 2.725 Grad Celsius erhitzt. Das führt zur Bildung von Graphen – „mit wenig Aufwand und geringen Kosten„.

Verfahren auch ökonomisch konkurrenzfähig

Studienleiter James Tour arbeitet mit Lichtbögen, die nacheinander mit Wechsel- und Gleichstrom erzeugt werden. Anfangs hat er ausschließlich mit Wechselstrom experimentiert. „Aber die Qualität des Graphens war nicht so gut, wie wir es uns vorgestellt hatten“, sagt Tour. Das entstehende Pulver enthielt zu viel Kohlenstoff in anderer Form, etwa amorphes Material.

Mit der Stromwechseltherapie war das Ergebnis viel besser, so der Forscher.

Die Stromkosten beziffert der Wissenschaftler auf 125 Dollar pro Tonne Plastikmüll. Damit wird es attraktiv, diesen Abfall zu recyceln, anstatt ihn zu verbrennen oder einfach in die Umwelt zu werfen.

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Versuche auch mit Lebensmittelabfällen

Wenn Kunststoff überhaupt recycelt werde, müsse er sortiert und gereinigt werden, ehe daraus Pellets für neue Produkte hergestellt werden, zitiert die Agentur den Forscher. Pro Tonne brächten diese Pellets 2.000 Euro ein. Die Wertschöpfung bei seinem Verfahren sei weitaus größer, betont Tour: „Damit gibt es neben dem ökologischen auch einen handfesten wirtschaftlichen Anreiz.“

Jetzt arbeitet er laut dem Agenturbericht daran, auch Lebensmittelabfälle in Graphen zu verwandeln.

red

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