„Lieferanten sollen Engagement unterstützen“

„Lieferanten sollen Engagement unterstützen“
Foto: Bollé Safety

Lieferanten sollen Engagement unterstützen“

Der Schutzbrillen-Produzent Bollé Safety unternimmt große Anstrengungen, um das Unternehmen nachhaltig auszurichten. Anne-Sophie Francois, Vice President of Brand (Produkt und Marketing) des Unternehmens erklärt im Gespräch mit globalmagazin, wie dies Ziel weiter ausgebaut wird und wo dabei die Schwierigkeiten liegen, die Sie und die Mitarbeitenden zu meistern haben.

Kaum jemand denkt bei Brillen an hohe CO2-Emissionen: Wie schwer war es, das im Unternehmen zu thematisieren?
Anne-Sophie Francois Foto: Bollé Safety

Anne-Sophie Francois: Nachhaltigkeit ist ein Thema, das wir schon seit Jahrzehnten im Auge haben. Wir wissen, dass die Lebensdauer von Schutzbrillen relativ kurz ist, und da wir jedes Jahr Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Schutzbrillen versorgen, fällt dabei eine Menge Abfall an. Als führender Hersteller von PSA-Brillen haben wir eine Verantwortung zu übernehmen. Daher unser Go Green Plan (messen, handeln, umwandeln).

Welche Bedeutung hat für Bollé dabei die Lieferkette?

Die Lieferkette ist von entscheidender Bedeutung, da wir alle Phasen des Lebenszyklus unserer Produkte berücksichtigen müssen – einschließlich der Rohstoffe und deren Gewinnung und bei der Herstellung. Wir arbeiten an den Rohstoffen, sowohl bei den Produkten als auch bei den Verpackungen (die einen wichtigen Beitrag zu unserem CO2-Fußabdruck leisten), und am Produktionsprozess mit unseren Lieferanten (die gemeinsam nach Lösungen suchen, um weniger Abfall zu produzieren…), da Nachhaltigkeit ein gemeinsames Thema ist. Lieferkette bedeutet, dass wir sicherstellen, dass unsere Lieferanten unser Engagement respektieren (Mitglied von SEDEX, UN Global Compact).

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Sie schulen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z. B. zum Thema Ökodesign: Wie wichtig ist die/der Einzelne für die Gesamtperformance eines Unternehmens?

Wir haben eine schlanke Organisation, in der jeder einen starken Beitrag zur Gesamtleistung leistet. Deshalb setzen wir auf persönliche Entwicklung, Wohlbefinden am Arbeitsplatz und stellen sicher, dass jeder Einzelne zum Beispiel in Sachen Nachhaltigkeit geschult wird (100 Prozent Climate Fresk bis Ende 2022).

Sie sprechen auch das Recycling an: Wo liegen hierbei die größten Schwierigkeiten und wo die besten Chancen?

Der Markt verlangt bequeme Produkte, was in den meisten Fällen zu zusammengespritzten Kunststoffen führt, die dann sehr schwer zu trennen sind. Neben den Brillengestellen sind auch die Beschichtungen der Brillengläser, die in der Industrie verwendet werden, oft nicht recycelbar…

Und haben Sie dafür eine Lösung gefunden?

Wir sind dabei, lokale Initiativen zu entwickeln, wie im Vereinigten Königreich mit Recycling lives. Für PSA gibt es noch kein organisiertes Recycling-Ökosystem (im Gegensatz zur Textilindustrie oder anderen Branchen). Es ist jedoch zu beachten, dass die Recyclingpolitik von den einzelnen Ländern abhängt.

pit

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