Milch verschwindet langsam aus den Regalen

Milch verschwindet langsam aus den Regalen
Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Milch verschwindet langsam aus den Regalen

watson.de: Während die Regale mit Pflanzenmilch in Supermärkten immer größer werden, ist der Konsum von tierischer Milch pro Person auf dem historischen Tiefstand.

Hafermilch im Kaffee, Mandelmilch in Cornflakes oder Sojamilch im Kuchenteig: Kuhmilchalternativen sind überall und mittlerweile auch in jedem Supermarkt oder Discounter vertreten.

Das große und vielfältige Angebot an pflanzlichen Alternativen zu tierischer Milch wächst stetig. Dr. Josef Goos, Leiter des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft, sagt gegenüber „this-is-vegan.com„: „Pflanzliche Ersatzprodukte haben an Bedeutung gewonnen. Vegane Ernährung, aber auch gesundheitliche Aspekte spielen eine Rolle.“

Der Kuhmilchmarkt ist seit Jahren rückläufig

Früher gehörte das tägliche Glas Milch zur Frühstücksroutine vieler Menschen. So berichtet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, dass Bundesbürger:innen 1995 jährlich noch über 62 Kilogramm Milch pro Person getrunken haben. 2005 waren es noch 52 Kilogramm, und 2015 ist der Wert wieder leicht gesunken – aber in den 2020er Jahren sank der Wert auf den niedrigsten Stand seit 1946.

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Während 2023 und 2024 noch 46 Kilogramm Milch pro Person jährlich verzehrt wurden, sank der Wert laut Bundesanstalt für Landwirtschaft 2025 auf 45,1 Kilogramm durchschnittlich.

Auch die hergestellte Menge an Milch sank demnach erneut, dieses Mal um 2,6 Prozent. Die Zahl der Milchviehbetriebe sank laut dem Bundesinformationszentrum für Landwirtschaft um knapp 1.500 Betriebe.

Der Tiefstand ist nicht nur auf vegane Ernährungs zurückzuführen

Auch wenn die pflanzenbasierte oder vegane Ernährung in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnt, hat der Rücklauf an tierischer Milch auch andere Gründe.

Zum einen steigt die Anzahl an Menschen mit Laktoseintoleranz Studien zufolge seit den 2010er Jahren stetig an. Des Weiteren liegt der geringe Kuhmilchkonsum auch daran, dass es durch die sinkende Geburtenrate immer weniger Kinder gibt, und Rohmilch oft in der Industrie verwertet und weniger als eigenes Produkt verkauft wird.

Die Beliebtheit und Herstellungsmengen von weiteren tierischen Milchprodukten sind in den vergangenen Jahren nämlich gestiegen.

Pflanzenmilch bringt gesundheitliche Vorteile

Der Konsum von Kuhmilchalternativen muss nicht zwingend moralische Gründe haben. Besonders Hafermilch versorgt den Körper nachweislich mit Ballaststoffen und senkt den Cholesterinspiegel. Auch die wenigen gesättigten Fettsäuren im Vergleich zu Kuhmilch wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auf.

Wichtig ist beim Umstieg von Kuh- auf Pflanzenmilch, dass die Milchalternativen nicht zu viel Zucker enthalten und Konsument:innen ihren Proteinhaushalt im Auge behalten sollten… weiterlesen

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