Müllverbrennung: Carbon macht Recycling-Firmen zu schaffen

Müllverbrennung: Carbon macht Recycling-Firmen zu schaffen
Screenshot: n-tv.de

Carbon macht Recycling-Firmen zu schaffen

n-tv.de: Carbon ist ein High-Tech-Kunststoff, für Auto- und Fahrradbau ebenso geeignet wie für die Herstellung von Faserbeton oder Windradrotoren. Doch das Material ist schwer zu entsorgen – und kann sogar Müllverbrennungsanlagen beschädigen.

Recyclingfirmen macht die fortschreitende Verbreitung leichter Carbon-Bauteile vom Auto bis zum Windrad Kopfzerbrechen. „Das Hauptproblem des Recyclings ist nicht die Faser an sich, sondern, dass sie mit anderen Materialien eng verbunden ist, was das Recycling, also die stoffliche Verwertung, erschwert beziehungsweise bisher nicht möglich macht“, sagt Jörg Lacher, Sprecher des Bundesverbands Sekundärrohstoffe.

Doch da Carbon nicht nur leicht, sondern auch sehr stabil ist und somit für viele industrielle Anwendungen Vorteile bietet, geht das Umweltbundesamt davon aus, dass sich Carbon-Werkstoffe in Zukunft noch weiter verbreiten werden – mit entsprechenden Mühen bei der späteren Aufarbeitung.

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Kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) bestehen aus synthetischen Fasern, die verwebt und mit Hilfe von Epoxidharzen oder anderen Materialien verklebt werden. Das Problem bei Entsorgung und Recycling verursachen vor allem die Verbundwerkstoffe – beispielsweise kohlenstofffaserverstärkter Beton oder Sandwichbleche aus zwei Lagen Metall mit einer Lage Carbon in der Mitte.

In anderer Hinsicht ist Carbon jedoch geradezu ein Traumwerkstoff. „CFK eingesetzt an den richtigen Stellen in der Karosseriestruktur bietet ein hohes Maß an funktionellen Vorteilen“, sagt eine Sprecherin von BMW in München. „Das Material ist sehr langlebig, fünfmal stärker als Stahl, leichter als Aluminium, lässt sich fast beliebig formen und rostet nicht.“

Das Elektroauto BMW i3 hat eine Carbonkarosserie, auch beim aktuellen 7er setzt BMW Carbon unter anderem in der A-, B- und C-Säule, im Tunnel und im Dach ein. „Das Fahrzeuggewicht konnte so gegenüber dem Vorgänger je nach Version und Ausstattung um insgesamt bis zu 130 Kilogramm reduziert werden“, sagt die Sprecherin. „Leichtbau leistet einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, indem er den Materialeinsatz und den damit verbundenen CO2-Footprint in der Herstellungs- und Nutzungsphase reduziert.“ weiterlesen

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