Neue Klimastudie entlarvt keine „große CO2-Lüge“

Neue Klimastudie entlarvt keine „große CO2-Lüge“
Foto: Pixabay CC/PublocDomain

Neue Klimastudie entlarvt keine „große CO2-Lüge“

zdfheute.de: Forscher haben in Millionen Jahre altem Antarktis-Eis weniger CO2 gefunden als angenommen. Skeptiker sehen den menschengemachten Klimawandel widerlegt. Warum das nicht stimmt.

Eine neue wissenschaftliche Studie im Fachmagazin „Science“ löst online große Aufregung aus.

„Studie zerstört das CO2-Märchen der Net-Zero-Fanatiker“, „Klimaaktivisten in Erklärungsnot“, oder „Schock: Neue Belege zeigen keinen Zusammenhang zwischen CO 2und Temperaturen über die letzten drei Millionen Jahre“. Solche Schlagzeilen werden gerade massenhaft im Netz und unter Klimawandel-Skeptikern verbreitet.

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Doch die reißerischen Behauptungen stellen die Ergebnisse der Studie vereinfacht dar und ziehen Schlüsse, die laut Forschern nicht korrekt sind. Ein Faktencheck.

Worum geht es in der Studie?

Das Eis der Antarktis ist für Forscher eine der wichtigsten Quellen für Wissen über den Klimawandel. Das Eis in Hunderten bis Tausenden Metern Tiefe lässt Rückschlüsse darauf zu, wie die Luft vor Jahrmillionen zusammengesetzt war, welche Temperaturen oder wie viel Niederschlag herrschten.

Ein Forscherteam verschiedener US-Universitäten hat anhand solcher Eisbohrungen untersucht, wie sich die Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan (CH4) während eines bestimmten Erdzeitalters, dem Pleistozän, entwickelt hat. Das begann vor rund 2,6 Millionen Jahren und endete vor rund 11.700 Jahren mit dem Ende der letzten Eiszeit.

Sie wollten feststellen, ob sich Eisproben von einem bestimmten Eisfeld, dem Allan Hills Blaueisgebiet, dafür eignen, Aussagen über länger zurückliegende Zeiträume als bislang möglich zu treffen. Daraus zogen sie dann Rückschlüsse über das zyklische Entstehen von Gletschern über Millionen Jahre hinweg.

Worum gibt es nun die Aufregung?

All das klingt zunächst nach Informationen, die vor allem Experten interessieren dürften.

Doch was die Forscher im Eis fanden, überraschte auch sie selbst, wie Studienautorin Julia Marks-Peterson von der Oregon State University dem Fachportal „New Scientist“ sagte. Vor drei Millionen Jahren lag die Konzentration an Treibhausgasen deutlich niedriger als bislang angenommen – obwohl die Temperaturen rund ein Grad höher lagen als heute.

Atmosphärisches CO2– und CH4-Niveau grob konstant über drei Millionen Jahre„
Titel der neuen „Science“-Studie

Skeptiker interpretieren dieses Studienergebnis nun so, als sei der zentrale Wirkmechanismus des Klimawandels im hier und jetzt widerlegt: „Massive Temperaturstürze und gelegentliche interglaziale Erwärmungen fanden statt, ohne dass sich die sogenannte ‚Treibhausgaskonzentration‘ in einem größeren Maße verändert hat“, schreibt etwa das rechtspopulistische Portal „Report24“. „Es gibt absolut nichts, was die politische Wahnvorstellung rechtfertigt, der Mensch könne das globale Klima-Thermostat durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe steuern.“

Doch Klimaforscher widersprechen dieser Darstellung deutlich…. weiterlesen

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