Studie zeigt dramtische Änderungen in Antarktis

Studie zeigt dramtische Änderungen in Antarktis
Foto: bhart9070/Pixabay CC/PublicDomain

Studie zeigt dramtische Änderungen in Antarktis

fr.de: Eine Studie zeigt, wie stark sich die Antarktis bis 2100 verändern könnte. Im Worst Case sind die verheerenden Veränderungen nicht mehr umkehrbar.

Wo einst nur ein kleiner Felsen aus dem Eis ragte, klafft heute eine kahle Bergspitze. Das Eis in der Antarktis schmilzt. Dabei sorgt der Südpol für wichtige Schutzmechanismen, indem etwa die Eisflächen die Wärme der Erde reflektieren. Doch was passiert, wenn sich die Erde infolge des Klimawandels immer weiter erwärmt? Eine neue Studie von britischen Forschenden hat untersucht, was verschiedene Klimaszenarien für die Antarktische Halbinsel bedeuten würden.

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Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Frontiers. Die Forschenden um Professor Bethan Davies von der Newcastle University modellierten drei Temperaturanstiege bis 2100: 1,8 Grad (niedriges Emissionsszenario), 3,6 Grad (mittleres) und 4,4 Grad (sehr hohes Emissionsszenario). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten acht verschiedene Umweltaspekte der Halbinsel: Meeres- und Landökosysteme, Land- und Meereis, Eisschilde, den Südlichen Ozean, die Atmosphäre und Extremereignisse wie Hitzewellen.

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„Die Antarktische Halbinsel ist ein ganz besonderer Ort“, sagte Davies in einer Mitteilung. „Ihre Zukunft hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen. Bei niedrigen Emissionen können wir die wichtigsten und schädlichsten Auswirkungen vermeiden. Bei höheren Emissionen riskieren wir jedoch den Verlust von Meereis, Schelfeis, Gletschern und ikonischen Arten wie Pinguinen.“

Im Worst-Case-Szenario würde die Meereisbedeckung um 20 Prozent schrumpfen. Das bedroht auch Krill – winzige Krebstiere, die Wale und Pinguine zum Überleben benötigen. Ebenso könnten die Schelfeisgebiete kollabieren und den Meeresspiegel weltweit ansteigen lassen. Erst kürzlich zeigten Forschende, dass der Klimawandel schneller voranschreitet als gedacht.

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Es gibt zwar noch Hoffnung: Bei niedrigen Emissionen würde sich das winterliche Meereis nur geringfügig verringern. Der Meeresspiegelanstieg bliebe auf wenige Millimeter begrenzt und die meisten Gletscher wären noch erkennbar. Doch Davies bleibt realistisch. „Momentan steuern wir auf eine Zukunft mit mittleren bis mittelhohen Emissionen zu“, sagte die Expertin.

Besonders besorgniserregend sei die Unumkehrbarkeit der Veränderungen bei hohen Emissionen. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden unsere Urenkel mit den Folgen leben müssen“, betonte Davies. Denn die Veränderungen in der Antarktis haben auch Auswirkungen auf den Rest der Welt.

Die Studie macht klar: Jede Entscheidung bestimmt, ob künftige Generationen noch Pinguine auf Eisschollen oder nur noch Erinnerungen an die weiße Wildnis der Antarktis erleben werden… weiterlesen

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