Studie zeigt Billionen-Bedarf beim Klimaschutz

Studie zeigt Billionen-Bedarf beim Klimaschutz
Foto: PixabayCC/PublicDomain

Studie zeigt Billionen-Bedarf beim Klimaschutz

capital.de: Dringende Investitionen in die Energiewende steigen bis 2030 auf jährlich 2,4 Billionen US-Dollar. Etwa die Hälfte soll aus den Industriestaaten kommen. Die schaffen es derzeit nicht mal wie versprochen jedes Jahr 100 Milliarden dafür aufzubringen.

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Das Pariser Abkommen hat jetzt ein Preisschild: Um dessen Ziele zu erreichen, muss nach einer neuen Berechnung bereits 2025 etwa eine Billion US-Dollar in die Energiewende, die Anpassung an den Klimawandel und in den Erhalt von Naturflächen im Globalen Süden (mit Ausnahme von China) investiert werden. Bis 2030 steigt dieser Bedarf laut der Studie „Finance for Climate Action“ auf jährlich 2,4 Billionen Dollar.

Den Bericht hat die „High Level Expert Group on Climate Finance“ im Auftrag der britischen und ägyptischen COP-Präsidentschaft erstellt. Unter Leitung der Ökonomen Vera Songwe und Sir Nicolas Stern raten die Autoren:

2030 müssten von insgesamt 2,4 Billionen etwa eine Billion Dollar aus „externen Finanzflüssen“ in die Entwicklungs- und Schwellenländer fließen. Die restlichen 1,4 Billionen sollten „aus heimischen privaten und öffentlichen Quellen“ kommen.

„Vitales Selbstinteresse“ des globalen Nordens

„Die reichen Länder sollten erkennen, dass es in ihrem vitalen Selbstinteresse liegt und eine Sache der Gerechtigkeit ist (…), in den Klimaschutz in Schwellen- und Entwicklungsländern zu investieren“, sagte Nicolas Stern bei der Vorstellung des Berichts. Das meiste Wachstum in Energieinfrastruktur und Konsum werde dort stattfinden. Sollten diese Länder sich abhängig von fossilen Energien machen, werde die Welt den gefährlichen Klimawandel nicht verhindern können, so Stern.

Schwellen- und Entwicklungsländer „sollten mit Investoren, entwickelten Ländern und multilateralen Institutionen zusammenarbeiten“, um das nötige Kapital zu mobilisieren, so der Bericht. Die eine Billion Investments würden die bisherigen Ausgaben für den Klimaschutz in diesen Ländern von aktuellen 500 Milliarden verdoppeln.

Dreimal so viele Investment, doppelt so viele günstige Kredite

Zu einem solchen „Durchbruch“ bei den Klima-Finanzen müssten aber auch viele andere beitragen, so die Autoren:

  • Multilaterale Entwicklungsbanken sollten in fünf Jahren ihre Investments in diesem Bereich verdreifachen.
  • Industrieländer sollten ihre Ausgabe von günstigen Krediten verdoppeln.
Neue Finanzierungswege seien nötig:
  • durch freiwillige Kohlenstoffmärkte
  • die Nutzung besonderer Ziehungsrechte bei der Weltbank oder
  • private Stiftungsgelder und Garantien ähnlich der Internationalen Finanzierungsfaszilität für Bildung… weiterlesen

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