Viel Zuspruch zum Ausbau Erneuerbarer Energien

Viel Zuspruch zum Ausbau Erneuerbarer Energien
Foto: Franz Bachinger/Pixabay CC/PublicDomain

Viel Zuspruch zum Ausbau Erneuerbarer Energien

86 Prozent: So hoch fällt bei einer repräsentativen Akzeptanzumfrage zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland der Zuspruch der Befragten aus. Sonne, Wind & Co sind im Land also eher willkommene Energiequellen, beurteilt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) das Ergebnis der von ihr beauftragten Umfrage. Geschäftsführer Robert Brandt: „Eine deutliche Mehrheit befürwortet sogar einen noch stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien als bisher – und erkennt die enormen Chancen ihres Ausbaus und den Bedarf an Stromnetzen für die lokale Wirtschaft an.“

AEE Akzeptanz 2020
Ergebnis der AEE-Akzeptanzumfrage 2020 Grafik: AEE

Die AEE veröffentlicht seit mehr als zehn Jahren eine repräsentative Akzeptanzumfrage zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die aktuelle, durch das das Meinungsforschungsinstitut YouGov Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov gemachte Studie, bestätigt die hohen Zustimmungswerte: „Der Rückhalt für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist in der Bevölkerung nach wir vor sehr groß“, bilanziert Brand.

Mehrheit sieht wirtschaftliche Chancen in den Erneuerbaren Energien
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Die Ergebnisse der Akzeptanzumfrage 2020 machen deutlich, dass die deutsche Bevölkerung die wirtschaftlichen Chancen und die positiven Effekte der Erneuerbaren Energien auf die regionale Wertschöpfung erkannt hat. Erstmals wurde die Frage gestellt, ob die Befragten glauben, dass der Ausbau der Stromnetze und der Erneuerbaren Energien die regionale Wirtschaft stärkt. Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent stimmt dieser Aussage zu. Die wirtschaftlichen Impulse und Chancen für ländliche Regionen können auch die Akzeptanz der Energiewende weiter erhöhen.

AEE Akzeptanz und Wohnung
Akzptanz Erneuerbarer Energieanlagen am Wohnort Grafi: AEE

In der eigenen Nachbarschaft befürworten nur noch 60 Prozent der Befragten den Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Die Vorbehalte fallen aber deutlich geringer aus, wenn die Bürger*innen bereits tatsächlich in Berührung mit Erneuerbaren Energien gekommen sind. So finden 78 Prozent der Befragten, die in der Nähe eines Solarparks wohnen, den Bau eines solchen in ihrer direkten Umgebung gut. Ohne Vorerfahrung liegt der Wert mit 62 Prozent um 12 Prozentpunkte niedriger. Auch bei Windenergie- und Biomasseanlagen sowie bei Stromleitungen ist dieser positive Effekt durch Erfahrungswerte zu sehen.

Nur ein Drittel hält Windräder im Wald für sinnvoll
AEE Akzeptanz im Wald
Akzeptanz von EE-Anlagen im wald Grafik: AEE

Das Thema „Wind im Nutzwald“ ist noch sehr umstritten. Nur ein Drittel der Befragten findet den Bau von Windenergieanlagen dort sinnvoll. Mehr als die Hälfte lehnt dies ab. Der Ausbau der Windenergie in Nutzwäldern ist ein relativ neues Konzept. Die wissenschaftliche Kenntnislage ist deshalb noch lückenhaft und muss ausgebaut werden. Wissenschaftlich fundierte Standortentscheidungen sowie die frühzeitige Einbindung der Bürger*innen können die Akzeptanz stärken. „Mit Blick auf das komplexe Ökosystem des Waldes ist auf jeden Fall besondere Sensibilität gefordert. Eine naturverträgliche Nutzung der Windenergie in Nutzwäldern mit Fichten- oder Kiefermonokulturen, die ohnehin der Bewirtschaftung dienen, ist definitiv möglich“, betont Brandt. Naturnahe Misch- und Laubwälder wären davon nicht betroffen. Außerdem werden ökologisch wertvolle Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen.

Um die Energiewende und den Klimaschutz voranzutreiben, hat die Bundesregierung einen CO2-Preis eingeführt. Dieser setzt Anreize sowohl für Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz als auch für Verhaltensänderungen. Zu letzteren sind die Bürgerinnen und Bürgern bereit. Der Umfrage zufolge ist die beliebteste Option, um die steigenden Energiekosten durch die Einführung eines CO2-Preises zu kompensieren, weniger Auto zu fahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen. Eine Investition in eine klimafreundliche Heizung (z.B. Wärmepumpe, Pelletheizung oder Solarthermie) ist die zweitbeliebteste Klimaschutzmaßnahme.

red

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