Ächtung von Killerrobotern gescheitert

Ächtung von Killerrobotern gescheitert

zeit.de: Dutzende Länder wollen Kampfdrohnen verbieten, die ohne menschliches Zutun angreifen. Unter anderem Russland aber blockiert die Änderung der UN-Waffenkonvention.

Eine internationale Konferenz zur möglichen Ächtung autonomer Waffensysteme – sogenannter Killerroboter – ist am Freitag am Widerstand Russlands und anderer Länder gescheitert. Damit geht das Ringen um klare Schranken für diese von Menschen nicht mehr gesteuerten Waffen im nächsten Jahr weiter.

Bei der Konferenz hatten 125 Teilnehmerstaaten der UN-Waffenkonvention darüber diskutiert, ob die bisherigen Regeln der Konvention aktualisiert werden sollten. Sie konnten sich letztlich aber nicht auf ein Mandat einigen, um offizielle Verhandlungen über die rechtliche Einschränkung von Killerrobotern anzustoßen.

In der Abschlusserklärung der Konferenz in Genf wurde das Thema lediglich erneut an eine Expertenkommission verwiesen. Ein konkretes Ziel für die Gespräche gibt es nicht. Die Kampagne Stop Killer Robots, der rund 180 Nichtregierungsorganisationen angehören, empörte sich über das magere Ergebnis.

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Auch der deutsche Abrüstungsbotschafter Thomas Göbel zeigte sich enttäuscht. „Dieses Ergebnis ist natürlich ein Kompromiss, der nicht alle – auch uns nicht – vollkommen zufriedenstellen kann“, sagte er. „Wir verstehen die Entscheidung als Auftrag an die Regierungsexpertengruppe, im nächsten Jahr konkrete Maßnahmen im Umgang mit solchen Waffensystemen zu vereinbaren.“

Dutzende Länder wollen ein Verbot autonomer Waffen. Dabei geht es um Systeme wie Raketen oder Drohnen, die nicht entscheidend von menschlicher Hand gesteuert werden und mithilfe Künstlicher Intelligenz lernen, ihre Ziele selbst ins Visier zu nehmen und zu attackieren… weiterlesen

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