Aus für Einmal-Plastik in Kanada

Aus für Einmal-Plastik in Kanada
Foto: Maja 7777/Pixabay CC/PublicDomain

Aus für Einmal-Plastik in Kanada

Kanada zieht nach: Bis 2022 will auch das nordamerikanische Land Einwegprodukte aus Plastik verbieten. „Dazu zählen unter anderem Plastiktüten, Strohhalme, Rührstäbchen, Einmalbesteck sowie schlecht recycelbare Kunststoffessensverpackungen“, meden jetzt Presseagenturen.

Sie beziehen sich dabei auf einen Bericht auf der Webseite der kanadischen Regierung.

15 Milliarden Plastiktüten und 57 Millionen Strohhalme sollen mit dem Verbot dann künftig weniger im Müll der Kanadier – und schlimmstenfalls im Ozean – landen.

Nur 9 Prozent des Plastiks wird recycelt

Damit aber nicht genug. Bis 2030 soll Kanada ganz „plastikfrei“ sein. „Zu unserem Plan gehört es, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft umzusetzen sowie Standards für recycelte Inhalte und Ziele für Recyclingraten zu definieren“, sagt dazu laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland Kanadas Umweltminister Jonathan Wilkinson.

Laut RND begründet die Regierung ihren Plastikfrei-Plan mit den Worten: „Plastik verschmutzt unsere Flüsse, Teiche und Meere. Mikroplastik landet im Wasser, das wir trinken.” Jedes Jahr schmissen die rund 38 Millionen Einwohner Kanadas drei Millionen Tonnen Plastikmüll in den Abfalleimer. Nur 9 Prozent davon würden recycelt werden – der Großteil friste sein Dasein nach dem Benutzen auf Deponien. Rund 29.000 Tonnen gelangten zudem in die Umwelt, beschreibt die Agentur das Problem der Kanadier.

Kein deutscher Alleingang bei Plastikbverbot

In Deutschland muss noch der Bundesrat sein Placet zu einem Verkaufsverbot von Plastik-Einwegprodukten wie Wattestäbchen oder Tragetüten geben. Rund 30 Kilogramm Leichtverpackungen pro Person, insgesamt 2,5 Millionen Tonnen, hat ein Deutscher 2018 im Schnitt in den gelben Sack geworfen, zitiert RND in seiner Meldung das Statistische Bundesamt.

“Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff sowie To-go-Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerfessenbehälter aus Styropor sind künftig nicht mehr erlaubt”, heißt es auf der Webseite der Bundesregierung. Einen Alleingang lege Deutschland dabei nicht hin. Ab dem 3. Juli 2021 dürfe in der gesamten Europäischen Union kein Einwegplastik mehr produziert werden.

red

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