Bekenntnis zu Kampf gegen Artensterben

Bekenntnis zu Kampf gegen Artensterben
Screenshot: zeit.de

Bekenntnis zu Kampf gegen Artensterben

zeit.de: Knapp 200 Staaten haben die „Erklärung von Kunming“ unterzeichnet. Bei dem Treffen in China vereinbarten sie verschärfte Artenschutzgesetze und Kontrollmechanismen.

Knapp 200 Staaten haben sich auf der UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt zu einem verstärkten Kampf gegen das Artensterben bekannt. Auf der Weltnaturkonferenz nahmen sie die nach dem Tagungsort in China benannte Erklärung von Kunming an. Der Text sei ein starkes Signal an die internationale Gemeinschaft, sagte der chinesische Umweltminister Huang Runqiu. Er sei jedoch nicht rechtlich bindend.

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In der Erklärung werden die Länder unter anderem aufgefordert, die Bedeutung der biologischen Vielfalt für die menschliche Gesundheit anzuerkennen und Artenschutzgesetze zu verschärfen. Außerdem wird für die Einführung eines Kontrollmechanismus für die Artenschutzziele und eine stärkere finanzielle Unterstützung von Entwicklungsländern plädiert.

„Wir müssen den Krieg gegen unseren Planeten beenden“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Neben dem Erreichen von Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts seien dafür auch ambitionierte Vorhaben im Hinblick auf Artenschutz nötig, die bis 2030 erfüllt werden müssten.

Umweltschützer kritisierten die Erklärung als zu vage. „Die Erklärung von Kunming hätte den nur langsam vorankommenden UN-Verhandlungen über die biologische Vielfalt einen wichtigen Impuls verleihen können“, sagte An Lambrechts von der Umweltorganisation Greenpeace. In den meisten strittigen Fragen gebe es jedoch nicht genügend Fortschritte.

Optimistischer äußerte sich Florian Titze, Experte für Biodiversität und internationale Politik beim WWF Deutschland. Die Deklaration schlage „den richtigen Ton für die nächsten Verhandlungsrunden an“ und setze „ein gutes, allerdings vages Ambitionsniveau“.

Titze wies darauf hin, dass mit der Deklaration immerhin anerkannt werde, dass Veränderungen nötig seien. „Wichtig ist, dass sie anerkennt, dass eine breite Palette von Maßnahmen nötig ist, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen.“ In dem Papier ist von einer „existenziellen Bedrohung für unsere Gesellschaft, unsere Kultur, unseren Wohlstand und für unseren Planeten“ die Rede.

Die Welt-Biodiversitätskonferenz läuft seit Montag. Wegen der Corona-Pandemie findet zunächst ein erster politischer Teil der Konferenz über eine Woche verteilt größtenteils virtuell statt. Ein globales Artenschutzabkommen mit konkreten Zielen bis 2030 soll dann im kommenden Jahr auf einer Präsenzveranstaltung vereinbart werden… weiterlesen

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