Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität

Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität
Foto: Geralt/Pixabay CC/PublicDomain

Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität

Deutschlands Hauptstadt setzt wegweisenden Schritt in Richtung Klimaneutralität im Gebäudebestand. Das Forschungsprojekt „EnergyMap Berlin“ verbindet lokales Schwarmwissen mit künstlicher Intelligenz (KI), um die Herausforderung der klimaneutralen Wärmeversorgung anzugehen. Dabei spielt die Unterstützung der Berliner Verbraucherinnen und Verbraucher eine entscheidende Rolle.

Digitale Heizkostenberatung erhalten und Heizenergie-Karte für Klimaneutralität unterstützen

Die EnergyMap Berlin nutzt künstliche Intelligenz, um eine digitale Bestandsaufnahme des energetischen Zustands aller 360.000 Gebäude in Berlin zu erstellen. Dies ist eine notwendige Voraussetzung für die kommunale Wärmeplanung und hilft, das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.

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Der Ansatz des Projekts basiert auf der Kombination von öffentlich verfügbaren Gebäudeinformationen, realen Verbrauchsdaten und KI. Diese berechnet aus den vorhandenen Informationen Wärmebedarfe für alle Gebäude der Stadt. Die dazu benötigten realen Verbräuche werden über die digitale Heizkostenberatung „HeizCheck“ erhoben. Der HeizCheck ermöglicht es Haushalten, ihren Heizenergieverbrauch zu analysieren und individuelle Tipps zum Energiesparen zu erhalten. Neu ist, dass Berliner Verbraucher nun die Möglichkeit haben, anonym ihre HeizCheck-Daten dem EnergyMap-Projekt zu spenden.

HeizCheck-Spende: Berliner Verbraucher als Schlüsselakteure der Energiewende

Laurenz Hermann, Projektleiter auf Seiten des Projektpartners co2online, betont die Bedeutung der Unterstützung durch die Verbraucher: „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, Kommunen in Deutschland klimaneutral zu machen. Die Spenden von HeizCheck-Nutzern aus Berlin sind ein wichtiger Baustein, um eine detaillierte Karte des energetischen Zustands der Gebäude in Berlin zu erstellen.“

Die erhobenen Daten werden verwendet, um eine Karte Berlins zu erstellen, die für jedes Gebäude den Heizenergieverbrauch abbildet. Stadtplaner, Energieversorger und auch Hausbesitzer können so genau sehen, welche Gebäude wie viel Energie verbrauchen und entsprechend planen.

Datenschutz durch Prognosen: Sicherer Beitrag zur Berliner Energiewende

Der Datenschutz der Verbraucher wird sichergestellt. Die erhobenen Daten werden anonymisiert gespeichert und lediglich als Trainingsdaten verwendet. Die EnergyMap Berlin veröffentlicht KI-basierte Prognosen von Gebäudeverbräuchen.

Die Berliner Verbraucher sind aufgerufen, ihre HeizCheck-Daten zu spenden und aktiv zur Gestaltung der Berliner Energiewende beizutragen. Den HeizCheck finden Verbraucher auf der Website des Projekts.

Alexander Steinfeldt

Über EnergyMap und co2online

EnergyMap Berlin (www.energymap-berlin.de) ist ein Forschungsprojekt der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, der Universität der Künste Berlin, dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, der LUP GmbH aus Potsdam und der SEnerCon GmbH. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Die EnergyMap Berlin soll den Wärmeverbrauch des gesamten Berliner Gebäudebestandes im Detail abbilden. So soll eine belastbare Planungsgrundlage für die Energiewende in der Hauptstadt entstehen, um die etwa 360.000 Gebäude in Berlin klimaneutral und sicher mit Wärme zu versorgen. Auf der Projektwebsite www.energymap-berlin.de werden weitere Hintergründe vorgestellt.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und PraxisChecks stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Die Handlungsimpulse, die diese Aktionen auslösen, tragen messbar zur CO2-Minderung bei. Im Fokus stehen Strom und Heizenergie in Gebäuden, Modernisierung, Bau sowie Hilfe im Umgang mit Fördermitteln. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

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