Berlin: Platz für Menschen statt Autos

Berlin: Platz für Menschen statt Autos
Screenshot: zeit.de

Berlin: Platz für Menschen statt Autos

zeit.de: In Berlin sollen nach dem Vorbild Barcelonas Blocks entstehen, in denen kaum noch Autos fahren dürfen. Nicht alle sind von der Idee begeistert.

Die Straßen vor der Haustür gehören den Autos. Über sie kommen Menschen zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum Besuch bei Freunden und Familie. Doch spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie mehren sich die Initiativen, die die Straßen für die Anwohnerinnen und Anwohner zurückerobern wollen. Statt einer Fahrbahn für motorisierte Fahrzeuge könnten Straßen Spielplätze für Kinder oder Sitzgelegenheiten in der Sonne bieten. So stellt sich der Verein Changing Cities das Stadtleben vor und fordert, den Durchgangsverkehr in einigen Berliner Kiezen zu verbieten oder zumindest zu reduzieren.

Mit der Kampagne #Kiezblocks möchte die Organisation 180 verkehrsberuhigte Kieze in ganz Berlin realisieren. „Die Vision ist, dass wir nicht nur nachhaltige, sondern auch lebenswerte Städte haben“, sagt Antje Heinrich, Sprecherin der Kampagne. „Das Kiezblocks-Konzept vereint alles, was den Städten derzeit fehlt, aufgrund von Zuwachs, Platzmangel und den damit einhergehenden Umweltproblemen.“

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Die Kiezblocks funktionieren nach dem Vorbild der Superilles (Superinseln) in Barcelona, auch als Superblocks bekannt. In der katalanischen Hauptstadt wurden bereits in einigen Teilen der Stadt bis zu neun Häuserblöcke zusammengefasst. Einzig Anwohnerinnen und Anwohner dürfen einfahren sowie der Lieferverkehr zu bestimmten Uhrzeiten mit niedriger Geschwindigkeit. Dadurch hat der Verkehr deutlich abgenommen. Auf einigen Straßenkreuzungen und ehemaligen Parkplätzen sind mittlerweile Grünanlagen, Sitzbänke und Fahrradwege entstanden. Die Straßen sind zu Aufenthaltsorten geworden statt Verkehrswegen.

An vielen Eingängen zu den Superblocks stehen physische Sperren, sogenannte Modalfilter, um Autos daran zu hindern, hineinzufahren. „Das können Poller oder Blumenkübel sein. Fahrradfahrer und Fußgänger kommen noch durch, aber Autos werden rausgefiltert“, erklärt Heinrich von Changing Cities. Wer mit dem Auto in eine dieser Straßen möchte, muss einen Umweg in Kauf nehmen… weiterlesen

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