Bitcoin vergrößert Müllberg

Bitcoin vergrößert Müllberg
Foto: Gerd Altmann/Pixabay CC0

Bitcoin vergrößert Müllberg

taz: Die Menge an Elektronikschrott, die durch das Erzeugen von Bitcoins und das Verarbeiten der Transaktionen entsteht, summiert sich laut einer Studie auf derzeit rund 30.700 Tonnen pro Jahr. Laut den Autoren Alex de Vries und Christian Stoll verursacht eine einzelne Transaktion damit 272 Gramm Elektronikabfall. Die Kryptowährung Bitcoin war ursprünglich als digitaler und dezentraler Gegenentwurf zum Bankensystem und zu staatlichen Währungen gedacht. Doch in den vergangenen Jahren ist sie zunehmend in die Kritik geraten: Die Kursschwankungen sind stark, was Bitcoin als Zahlungsmittel unattraktiv macht. Dazu kommt der hohe Stromverbrauch, der mit der Klimakrise in den Fokus rückt.

Die Menge an Abfall ist dabei abhängig vom Bitcoin-Kurs. So kommen die Forscher, wenn sie die Spitzenkurse vom Frühjahr zugrunde legen, auf eine jährliche Elektronikschrottmenge von bis zu 64.400 Tonnen. Damals durchbrach der Kurs die Marke von 50.000 Euro. Ursache Schrottmenge ist das Design von Bitcoin und zahlreichen weiteren Kryptowährungen. Um neue Bitcoins zu erzeugen und aktuelle Transaktionen zu verarbeiten, müssen Computer mit spezialisierter Hardware komplexe Rechenaufgaben lösen. Wenn mit dem Kurs die Komplexität der Aufgaben steigt, nimmt auch der Energiebedarf zu. Gleichzeitig wird leistungsfähigere Hardware nötig. Ist sie veraltet, landet sie in der Regel auf dem Müll. „Bitcoin-Miner verbrauchen immer mehr kurzlebige Hardware, was die Zunahme des weltweiten Elektronikmülls noch verschärfen könnte“, so die Autoren in der Studie. Weiterlesen…

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