DAX-Vorstände: Satte Boni für laxe Umweltziele

DAX-Vorstände: Satte Boni für laxe Umweltziele

manager-magazin.de: Die Dax-Vorstände überbieten sich mit Bekenntnissen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. ESG-Kriterien entscheiden inzwischen über ihr Gehalt. Die persönlichen Zielvorgaben erscheinen allerdings oft lächerlich.

Im Vergleich zu seinen Vorgängern wirkt die Gehaltsabrechnung von Christian Sewing (51) geradezu bescheiden. Rund 7,4 Millionen Euro trug der Chef der Deutschen Bank im vergangenen Jahr nach Hause. Damit ist er weit entfernt von den 12 Millionen Euro, die Josef Ackermann (73) oder Anshu Jain (58) zu den Spitzenverdienern der Dax-Welt machten.

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Die beiden Investmentbanker hatten das Geldhaus zu einer auf schnelle Profite fixierten Maschine aufgemotzt, ohne ausreichende Bremssysteme einzubauen. Angetrieben durch ein Bonussystem voller Fehlanreize, türmten sie und ihre Leute am Ende gigantische Verluste und Strafzahlungen auf.

Von diesem Fiasko hat sich die Deutsche Bank bis heute nicht erholt. Die Nachwehen der Skandale sorgen bis heute für heftige Abschläge in der neuen harten Währung der Investoren: den Nachhaltigkeitsscores. Die Frankfurter Fondsgesellschaft Union etwa stuft den Konzern in den Kopfnoten der Kategorien Environment, Social und Governance, kurz ESG, weit hinter dem Rest der Finanzbranche ein. Vor allem in der Kategorie Governance machen sich die nachhallenden Kontroversen der Vergangenheit mit einem massiven Malus bemerkbar. Daher gilt die Aktie der Bank bei zahlreichen Investmenthäusern, Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften noch immer als Risikowert, der im Zweifel im Konflikt mit den selbst gesetzten ESG-Anlagerichtlinien steht…

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