Die grüne Lunge kollabiert

Die grüne Lunge kollabiert
Screenshot: taz.de

Die grüne Lunge kollabiert

taz.de: Die Klimaschutz-Funktion des Amazonas-Regenwalds steht auf der Kippe, zeigen Studien. Landrechte für Indigene könnten die beste Strategie sein.

Vorbei ist es mit dem natürlichen Klimaschutz: Der Amazonas-Regenwald heizt den Klimawandel wahrscheinlich mittlerweile an – statt ihn durch die Bindung von Kohlenstoff vor allem zu bremsen. Zu diesem Fazit sind Wis­sen­schaft­le­r:in­nen in einer Studie gekommen, die gerade im Fachmagazin Frontiers in Forests and Global Change erschienen ist. Die bisherige Erhitzung, Trockenheit, Schädlingsbefall, Waldbrände und Abholzung haben dem Regenwald so zugesetzt, dass seine Speicherfunktion für Kohlenstoff nachgelassen hat.

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Auch andere Treibhausgase und Effekte auf dem Gebiet des Amazonas spielen aber eine Rolle: Bei Bränden geht nicht nur der vormals in den Bäumen gespeicherte Kohlenstoff als CO2 in die Luft, sondern es entsteht auch Ruß. Der führt zu einer stärkeren Absorption von Sonnenlicht und damit zu einer weiteren Erhitzung. Beim Trockenlegen von Feuchtgebieten wird zudem Lachgas frei. Und der Bau von Stauseen führt zu mehr Methan.

„Wir haben uns das gesamte System des Amazonas angeguckt und versucht, mehr als nur Kohlendioxid zu berücksichtigen“, sagt Leitautor Kris Covey, Umweltwissenschaftler am Skidmore College im US-Bundesstaat New York. „Wir haben erstmals die gemeinsame Wirkung dieser Faktoren ausgewertet und es wurde deutlich, dass der Amazonas-Regenwald nicht den Klimanutzen liefert, den wir vom weltgrößten Regenwald erwarten.“… weiterlesen

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