Erfolgreicher Artenschutz im Meer mit Drohnen

Erfolgreicher Artenschutz im Meer mit Drohnen
Screenshot: Great Barriere Reef Foundation

Erfolgreicher Artenschutz im Meer mit Drohnen

Anna Marsden hat gleich zweimal Grund zur Freude: Den Mitarbeitern ihrer gelang es nicht nur, erstmalig die Wanderungen der Meeresschildkröten im Pazifik mit einer Drohne zu verfolgen und die stark bedrohten Tiere dabei zu zählen. Die Arbeit lohnte zudem, weil Anna jetzt sicher sagen kann, dass mit 64.000 Exemplaren sogar deutlich mehr Tiere am Great Barrier Reef Foundation im Pazifik am größten Riff vor der Ostküste des Kontinent schwimmen als noch vor kurzem befürchtet.

Hightech im Artenschutz: „Die Kombination unserer Forschungen mit moderner Technologie ist sehr befruchtend“, sagt Marsden auf der Website ihrer australischen Naturschutz-Organisation. Im Fachblatt PLOS ONE veröffentlichte die Organisation diese neuesten Forschungen.

Bestandszahlen der Meeresschildkröten doch mehr als doppelt so hoch

Bislang galt unter Artenschützern als gesetzt, dass die Population der Grünen Meeresschildkröte vor Australien auf nur noch 27.000 Tiere geschrumpft sei. Genauere Zahlen gab es nicht. Das zählen der Schildkröten von Schiffen aus war zeitraubend – und leider auch sehr ungenau.

Daher freut sich Anna Marsden über die Drohnen, die jetzt ein genaueres Bild lieferten – und das innerhalb einer einzigen Stunde Flugzeit.Die Aufnahmen werteten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann in Ruhe in den Büros aus. Danach sind sie sicher, dass gut 64.000 Tiere zur sandigen Insel im Pazifik schwammen, wo sie ihre Eier in Höhlen verbuddelten, damit die Sonne die Brut bis zum Schlüpfen der Minischildkröten wärmen konnte.

Die Aufnahmen bezeichnet Anna als kleine Sensation: „Wir dokumentierten die weltweit größte Wanderung von Meeresschildkröten.“

Im Raine Island Recovery Project bemüht sich ihr Verein, die kleine Sandinsel wieder als Brutplatz für die Tiere zu sichern – wie die ausnahmen belegen: zu Recht.

Wissenschaftlich unterstützt von Andrew Dunstan vom Department of Environment and Science an der Universität von Queensland sind die Artenschützer sicher, dass sie mit der Hilfe der Luftüberwachung auf dem richtigen Weg sind.

pit

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