Erstmals Lebensmittellieferung aus der Luft

Erstmals Lebensmittellieferung aus der Luft
Startschuss für das Projekt DroLEx im hessischen Michelstadt Foto: Thomas Fedra

Erstmals Lebensmittel aus der Luft: Wingcopter-Drohnen liefern Güter des täglichen Bedarfs

Wingcopter und die Frankfurt University of Applied Sciences haben das Projekt „DroLEx – Drohnen-Lastenrad-Express-Belieferung“ gestartet. Dieses Pilotprojekt namens „LieferMichel“ ermöglicht es Bewohnern entlegener Ortsteile in Michelstadt, Hessen, Lebensmittel und Gebrauchsgüter schnell und emissionsfrei per Wingcopter-Lieferdrohne und Lastenrad zu erhalten, um die Nahversorgung in der Region zu verbessern.

Lieferung per Drohne und Lastenfahrrad Grafik: IDW

Die ersten beiden angeflogenen Ortsteile sind Rehbach und Würzberg. Bewohner dieser Ortsteile können über die Website „http://www.liefermichel.de“ Produkte des täglichen Bedarfs wie Milch, Eier, Obst und Gemüse bestellen. Die Lieferungen erfolgen zunächst zu festen Landepunkten am Ortsrand, von wo aus sie mit E-Lastenrädern zu den Kunden gebracht werden. Das Sortiment umfasst zunächst Produkte des örtlichen REWE-Markts, mit der Aussicht, weitere lokale Einzelhändler einzubinden.

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Die Frankfurt University of Applied Sciences begleitet das Forschungsprojekt wissenschaftlich und evaluiert es aus wirtschaftlicher und ökologischer Perspektive. Sie ist auch für die Lastenradfahrten verantwortlich. Vodafone stellt die Mobilfunkinfrastruktur bereit, um eine sichere Verbindung zwischen den Wingcopter-Drohnen und der Bodenstation sicherzustellen. Die E-Lastenräder werden von Riese & Müller produziert und bereitgestellt.

In den betroffenen Ortsteilen haben viele lokale Geschäfte in den letzten Jahren geschlossen, was die Bewohner gezwungen hat, für Einkäufe nach Michelstadt oder in andere Orte zu fahren, teils mehr als 10 Kilometer entfernt. Mit LieferMichel können Nutzer nun das Auto stehen lassen, insbesondere für kleinere Besorgungen bis 4 Kilogramm. Zudem ist die elektrische Lieferdrohne umweltfreundlicher als die Fahrt mit dem Auto.

Das Projekt in Michelstadt soll als Modell dienen, um ein nachhaltiges und skalierbares Geschäftsmodell für die Verbesserung der Nahversorgung im ländlichen Raum zu entwickeln. Bisher waren derartige Dienste hauptsächlich auf städtische Gebiete beschränkt, aber die Projektpartner erkennen ein großes Potenzial für ländliche Regionen. (Quelle: IDW)

hjo

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