Fridays for Future kündigt Aktionen „zivilen Ungehorsams“ an

Fridays for Future kündigt Aktionen „zivilen Ungehorsams“ an
Louisa Neubauer vor dem Reichstag Screenshot: welt.de

Fridays for Future kündigt Aktionen „zivilen Ungehorsams“ an

welt.de: Bereits im Oktober will Fridays for Future wieder auf die Straße gehen – mit rauerem Protest-Ton. „Wir werden nicht aufhören“, sagt Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. Den Erfolg der Bewegung messe sie nicht am Grünen-Wahlergebnis.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, heißt es für die Klima-Aktivisten. Ihren Protest wollen sie in den nächsten Wochen fortführen – ganz gleich, welche Farben die künftige Regierungskoalition hat.

Schon im Oktober (22.10.) will Fridays for Future wieder weltweit mobilisieren – ein auffällig früher Zeitpunkt für den nächsten globalen Streik. Erst am vergangenen Freitag – nur zwei Tage vor der Bundestagswahl – waren Zehntausende in ganz Deutschland und weltweit fürs Klima auf der Straße gewesen.

Doch was blieb hängen? Und wie geht es jetzt weiter? Die Ankündigung neuer Streiks wirkt fast so, als habe es die Bundestagswahl nie gegeben.

„Wir werden nicht aufhören, das Handeln der Regierung am Pariser Klimaabkommen zu messen, egal ob Jamaika, GroKo oder Ampel-Koalition“, sagt Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer.

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Eine erneute unionsgeführte Regierung fände sie „lächerlich“, sagt sie. Das Wahlergebnis ihrer eigenen Partei, der Grünen, wolle sie aber nicht weiter bewerten. „Unseren Erfolg als Bewegung messen wir nicht am Grünen-Wahlergebnis. Es geht schließlich darum, dass ein parteiübergreifender Konsens für 1,5 Grad entsteht“, sagt Neubauer. Ein politischer Konsens also, dass sich die Erde nicht mehr als 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmen darf. In Deutschland sind es schon 1,6.

„Die Politik muss sich jetzt ehrlich machen und die Menschen für den notwendigen, radikalen Klimaschutz gewinnen“, sagt die 25 Jahre alte Aktivistin. Anzeige

Doch wie radikal darf es eigentlich auf der Straße sein? Fridays for Future kündigt für den 22. Oktober, anders als sonst, auch Aktionen „zivilen Ungehorsams“ an. Was genau damit gemeint ist, lässt die Organisation auf Nachfrage zunächst offen… weiterlesen

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