Howey Ou: Die chinesische Greta

Howey Ou: Die chinesische Greta
Howea OU (li): Screenshot: tagesthemen.de

Howey Ou: Die chinesische Greta

Das Mädchen hat großen Mut: Howey Ou sei, das berichtet ARD-KorrespondetinZamara Anthony vom Norddeutschen Rundfunk (NDR), die „einzige Fridays-for-Future Aktivistin in China“. Allein demonstriert sie in der Fußgängerzone oder verpflichtet sich selbst und ihre Eltern zu mehr Klimaschutz im Alltag.

„Schulstreik für das Klima“ hat Howey Ou mit großen chinesischen Zeichen auf ein Plakat geschrieben, berichtet die TV-Journalistin über die Aktion der chinesischen Schülerin. Die 17-Jährige stehe damit in der Fußgängerzone und demonstriere. Sie wolle Teil der weltweiten „Fridays for Future“- Bewegung sein.

Seit zwei Jahren demonstriert Howey nun bereits und erweckt vor allem bei Gleichaltrigen Aufmerksamkeit für en Klimaschutz. „Meistens wollen nur Kinder oder Jugendliche wissen, warum ich mich für das Klima einsetze. Sie haben in der Schule schon vom Klimawandel gehört und haben daher mehr Interesse“, erzählt sie der TV-Korrespondentin.

Sie will den Menschen helfen ohne die Regierung zu kritisieren

Fotos von Tieren mit Plastikmüll im Magen hätten ihr Engagement geweckt sagt Howey Ou. „Seitdem liest sie alles, was sie zum Klimawandel in die Hände bekommt, zu Hause stapeln sich zudem Bücher über Zivilen Ungehorsam. Ihr eigenes Leben und das ihrer Eltern hat sie bereits umgestellt. Howey isst vegan, die Eltern vegetarisch. Einwegplastik ist aus dem Haushalt verbannt, Flugreisen und Privatautos tabu“, heißt es in der Reportage über die Aktivistin.

Kritik an der Regierung, das habe sie mit den Eltern verabredet, äußert sie nicht. Howey hoffe, dass allein die Fakten zur Umweltzerstörung überzeugen, aktiv zu werden, sagt sie der Reporterin.

Es sei die Verantwortung von Klimaaktivisten wie ihr, glaubt Howey, auf Schicksale von Opfern des Klimawandels, die durch Überflutungen ihr Hab und Gut verlieren, aufmerksam zu machen. Dabei laufen ihr die Tränen ihre Wange runter. Oft habe sie das Gefühl, erzählt sie, ihr Kampf sei umsonst, sie könne nichts erreichen. „Aber wenn ich jetzt nichts tue, würde ich mir in 20 Jahren, wenn vieles zu spät ist, große Vorwürfe machen.“

red

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