KI-Rechenzentren heizen 340 Mio. Menschen weltweit ein

KI-Rechenzentren heizen 340 Mio. Menschen weltweit ein
t3n.de: Zu den negativen Auswirkungen der KI-Revolution gehört der enorme Verbrauch an Ressourcen wie Energie und Wasser. Auch die Temperaturen rund um die KI-Rechenzentren steigen messbar an, wie Forscher:innen nachgewiesen haben.
Für die Erstellung von Text, Code oder Videos benötigen KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini jede Menge Energie und Wasser. Die steigende Nachfrage sorgt dafür, dass Anbieter ihre KI-Rechenzentren weiter ausbauen und aufstocken müssen – mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt.
KI-Rechenzentren erwärmen Umgebung
Wie ein Forschungsteam der University of Cambridge herausgefunden hat, sorgen KI-Rechenzentren großer Konzerne wie Google, Microsoft, Amazon oder Meta auch für messbar steigende Temperaturen in ihrer Umgebung von einigen Grad. Davon betroffen sind demnach schon heute einige Hundert Millionen Menschen.
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Für die entsprechenden Messungen haben die Forscher:innen Satellitendaten der vergangenen 20 Jahre mit Standortdaten von über 8.400 Rechenzentren abgeglichen, die zunehmend für KI genutzt werden. Dazu beobachteten sie die Entwicklung der Oberflächentemperatur des Bodens in diesem Zeitraum.
Dabei wurden nur Rechenzentren in weniger stark besiedelten Gebieten einbezogen, um andere Faktoren auszuschließen, wie forschung-und-wissen.de schreibt.
Oberflächentemperatur steigt um 2 Grad
Es zeigte sich, dass die Temperaturen (konkret: Oberflächentemperaturen) kurz nach der Inbetriebnahme eines KI-Rechenzentrums durchschnittlich um rund zwei Grad Celsius steigen. Und das nicht nur unmittelbar um das Gebäude herum. Die gestiegenen Temperaturen konnten in einem Umkreis von bis zu zehn Kilometern nachgewiesen werden.
Die Forscher:innen sprechen in ihrer auf dem Preprint-Server Arxiv veröffentlichten Studie daher von „lokalen Datenhitzeinseln“. Diese hätten erhebliche Auswirkungen auf das lokale Klima und sollten im Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung nicht vernachlässigt werden.
Maximale Temperatursteigerung: 9,1 Grad
Den Maximalwert einer rund um ein Rechenzentrum gemessenen Temperatursteigerung gab das Team um Studienautor Andrea Marinoni mit 9,1 Grad an, das Minimum lag bei 0,3 Grad. Überwiegend stiegen die Werte um 1,5 bis 2,4 Grad.
Schon jetzt sind laut Studie rund 340 Millionen Menschen von den höheren Temperaturen im Umfeld von KI-Rechenzentren potenziell betroffen, etwa in Mexiko, Spanien und Brasilien. Sie wohnen im Umkreis von zehn Kilometern um ein KI-Rechenzentrum.
Bessere Kühlsysteme und effizientere Software
Eine mögliche Lösung für das Problem sehen die Forscher:innen in besseren Kühlsystemen, um die Abwärme der Rechenzentren zu drosseln. Außerdem können Softwarelösungen für eine effizientere Datenverarbeitung sorgen… weiterlesen


