Klimawandel bedroht Stadt-Grün

Klimawandel bedroht Stadt-Grün
Foto: K. Rose/Pixabay CC/PublicDomain

Klimawandel bedroht Stadt-Grün

Straßenbäume filtern Verkehrsabgase aus der Luft und spenden Schatten in der Stadt. Grünanlagen in Kommunen sind Oasen, in denen Menschen sich wohl fühlen und psychisch regenerien können.

Aber immer öfter sind Stadtbäume bedroht. Der Klimawandel setzt den Bäumen zu. „Das dritte trockene Jahr in Folge droht die Allee-, Straßen- und Parkbäume langfristig zu schädigen“, warnt Christian Hönig. E ist Baumschutzexperte beim BUND Berlin. „Gerade Straßenbäume haben oftmals eine verkürzte Lebenserwartung, vielerorts werden Bäume für Neubau- und Verkehrsprojekte gefällt.“

Das soll sich ändern. Der Umweltverband fordert, Baumpflege „an die Erfordernisse des Klimawandels“ anzupassen und sie und ökologisch auszurichten. Neue Bauvorhaben müssten „flächenschonend geplant und realisiert werden“, schreiben die Umweltschützer. Hönig: „Bäume bringen die Natur in die Stadt und machen das Leben in unseren Siedlungsgebieten lebenswert. Alte Bäume bieten Tieren wichtige Lebensräume, die in der freien Landschaft schon lange verloren gegangen sind“ Außerdem verhindere der Schatten großer Bäume, dass sich Asphalt und Beton während zunehmender Hitzeperioden noch stärker aufheizen.

Dominoeffekt des Baumsterbens

„Wenn wir unsere Bäume nicht besser schützen, werden wir einen Dominoeffekt an Baumsterben erleben. Ein alter Baum hat einen Wert, der nicht einfach so ersetzt werden kann“, weiß der Baumschutzexperte. Der Erhalt der grünen und blauen Infrastruktur, also der Freiflächen, der Gewässer und ihrer Ufer sei eine der größten Herausforderungen der Stadtentwicklung. – unabdingbar für die Lebensqualität.

Bäume gelten als wichtiger Gradmesser für den Gesundheitszustand des städtischen Grüns. Zu ihrem Erhalt müsse, so der BUND, auch das Wassermanagement neugestaltet werden. „Um Bäume und Grünanlagen zu wässern, kann nicht immerfort teuer und aufwendig aufbereitetes Trinkwasser verwendet werden“, mahnt Hönig. „Wo es geht, müssen versiegelte Flächen renaturiert werden, um Regen besser aufzunehmen und zu speichern. Wenn Mindestgrundwasserstände konsequent eingehalten werden, können sich Bäume auch in Notzeiten noch selbst mit genügend Feuchtigkeit versorgen.“

pm

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