Lego-Männchen: aus Zucker statt Plastik

Lego-Männchen: aus Zucker statt Plastik
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Lego-Männchen: aus Zucker statt Plastik

spiegel.de: Je jünger die Kunden, desto wichtiger ist ihnen Nachhaltigkeit. Der Lego-Konzern will deshalb rasch Plastikmüll reduzieren – und experimentiert mit Bausteinen aus Zuckerrohr.

Wie kann eine Firma nachhaltiger werden, deren Geschäftsmodell seit Jahrzehnten darin besteht, Plastik in Bausteinform zu pressen? Diese Frage bereitet Lego, Europas größtem Spielzeughersteller, gerade Kopfzerbrechen.

Eigentlich wollte der Konzern daher 2025 die kleinen Plastiktüten abschaffen, in denen Lego-Sets verpackt sind – zusätzlich zu den Pappverpackungen. Nun hat das Unternehmen laut Nachrichtenagentur Bloomberg angekündigt, das schon schneller zu tun. »Wir sehen, dass es gut läuft, obwohl wir uns noch in der Testphase befinden«, sagte Unternehmenschef Niels Christiansen der Wirtschaftsagentur. Es handle sich um einen »langen Prozess mit Anpassungen an vielen Maschinen in unseren Fabriken«. Man sei aber »auf einem guten Weg«.

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Das Ende der Plastiksäckchen ist nur ein Teil der Firmenstrategie, um von erdölbasierten Kunststoffen wegzukommen. Lego unterhält ein Team von etwa hundert Mitarbeitern, die an der Entwicklung nachhaltiger Spielzeuge arbeiten. Das ist leichter gesagt als getan: Die bunten Bausteine aus einem anderen Material zu fertigen sei viel komplizierter als der geplante Verzicht auf Plastiktüten, so Christiansen. Statt auf Kunststoff will die Firma in Zukunft auf Zuckerrohr als Grundstoff setzen.

Wichtig sei, auch mit dem neuen Material die Eigenschaften der Legosteine zu erhalten. Sie müssten »haltbar sein über viele, viele Jahre, sie müssen sicher sein und keine scharfen Kanten haben, wenn sie abbrechen«. Die Firma plant Investitionen von rund 400 Millionen Dollar in diesem Bereich… weiterlesen

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