Räumung des Fechenheimer Walds in Hessen

Räumung des Fechenheimer Walds in Hessen
Foto: Wikimedia CC 4.0/Tiemestari

Räumung des Fechenheimer Walds in Hessen

zeit.de: In Frankfurt sollen mehr als zwei Hektar Wald für den Ausbau der Autobahn gerodet und 1.000 Bäume gefällt werden. Das Waldstück wird aber von Umweltaktivisten besetzt.

Die Polizei hat mit der Räumung des Fechenheimer Walds in Frankfurt am Main begonnen. Der Wald soll gerodet werden, damit dort mit dem Ausbau der Autobahn A66 begonnen werden kann. Umweltaktivistinnen und -aktivisten besetzen jedoch das Waldstück. Diese wurden dazu aufgerufen, den Wald freiwillig zu verlassen. Die Polizei ist laut dem Polizeipräsidium in Frankfurt mit vielen Einsatzkräften aus Hessen und der Bundespolizei vor Ort.

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Eigenen Angaben zufolge will die Autobahngesellschaft des Bundes so schnell wie möglich mit der Rodung beginnen. Ein Eilantrag einer Umweltschutzgruppe, die aus Gründen des Artenschutzes ein Verbot der Baumfällungen gefordert hatte, ist vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof abgewiesen worden.

Aktivisten kündigen Widerstand an

Für den Ausbau der A66 zwischen Hanau und Frankfurt müssen 2,5 Hektar Wald gerodet werden. Für die Streckenabschnitte liegt bereits seit Jahren Baurecht vor. Ein Planfeststellungsbeschluss existiert seit 15 Jahren. Nun sollen rund 1.000 Bäume gefällt werden.


Gegen den Autobahnausbau wird seit Jahren protestiert. Bereits seit September 2021 wird der Fechenheimer Wald besetzt, teilweise leben die Umweltaktivistinnen und -aktivisten in Baumhäusern. Das Verwaltungsgericht Frankfurt bestätigte zuletzt eine Allgemeinverfügung, die das Betreten der Fläche der geplanten Rodung verbietet.

Mit der Kampagne Fecher bleibt – keine A66 forderten die Umweltaktivisten die Polizei auf, den Einsatz zu beenden und sich zurückzuziehen. Der Einsatz sei zum aktuellen Zeitpunkt möglicherweise rechtswidrig. Verschiedene Verfahren auf Verwaltungs- und Gerichtsebene seien nicht abgeschlossen.

Weitere Eskalationsstufe

Die Aktivistinnen nannten das Vorgehen der Polizei eine weitere Eskalationsstufe. Die Polizei teilte mit, sie wolle deeskalierend und kommunikativ vorgehen. Sofern sich Menschen weigern würden, das Waldstück zu verlassen, werde man diese aber aus dem Wald bringen. Sie forderte die Umweltschützer dazu auf, keine unverantwortlichen Risiken einzugehen und den Wald friedlich zu verlassen… weiterlesen

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