Tesla drängt auf den deutschen Ökostrom-Markt

Tesla drängt auf den deutschen Ökostrom-Markt
Foto: Blomst/Pixabay CC/PublicDomain

Tesla drängt auf den deutschen Ökostrom-Markt

Tesla prüft, mit einem „innovativen Tarif“ den deutschen Strommarkt zu erobern. Das meldet jetzt das Energieportal pv-magazine.de unter Berufung auf den Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) und fragt: „bekommen Lichtblick, Polarstern, EWS Schönau, Greenpeace Energy und all die anderen Ökostrom-Anbieter demnächst Konkurrenz aus den USA?“ Das Portal nimmt die antwort vorweg: „Gut möglich“.

Mit einer Umfrage, weiß das Portal, prüfe das US-Unternehmen zurzeit bei seinen deutschen Kunden, on diese Interesse „an einem Tesla-Tarif sowie an einer Koppelung eines solchen Tarifs mit anderen eigenen Produkten“ haben. Angesichts der engen Markenbindung der Tesla-Kunden dürfte die Bereitschaft zum Anbieterwechsel groß sein, vermutet pv-magazine.de, wenn der Autobauer tatsächlich eine Belieferung mit Ökostrom anbietet.

Recherche am Ökostrom-Anbietermarkt

In der pv magazine, nach eigenem Bekunden vorliegenden Umfrage, frage Tesla unter anderem, was Kundinnen und Kunden ermutigen würde, ihre Versorger zu wechseln. Eine von fünf möglichen Antworten: ein spezieller Versorgungsvertrag kombiniert mit Photovoltaik-Anlage, dem Heimspeicher Tesla Powerwall sowie Tesla Software.

Ebenso wolle Tesla wissen, welche Produkte Kunden bei Tesla kaufen würden. Antwortmöglichkeiten: den Heimspeicher, Solarmodule, eine Lademöglichkeit für Elektroautos (Tesla Wall Connector), den Zugang zu einem öffentlichen Ladenetzwerk als Zusatz zum bestehenden eigenem Schnellladenetz – und die Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Strom.

In England beantragte Tesla bereits seine Marktlizenz

Aus einer anderen Frage gehe hervor, so das Portal, dass Tesla erwäge, „Energiepakete“ anzubieten, die aus einer Photovoltaik-Anlage, einem Heimspeicher, einer Lademöglichkeit für das Auto sowie einem Ökostrom-Liefervertrag bestehen.

Komme der Tesla-Tarif tatsächlich auf den deutschen Energiemarkt, könnte er variable Preise haben. Das Unternehmen nämlich frage in seiner als Umfrage getarnten Recherche zum deutschen Verbraucherverhalten ab, „welches Bezahlmodell der Kunde bevorzugen würde“.

Allerdings schielt wohl Tesla nicht nur nach Deutschland. in Großbritannien habe das Unternehmen nach einem Bericht des Daily Telegraph bereits Anfang Mai bei der nationalen Regulierungsbehörde eine Stromversorger-Lizenz beantragt.

pit

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