Trotz Krisen: Junge optimistischer als Ältere

Trotz Krisen: Junge optimistischer als Ältere
Screenshot: rnd.de

Trotz Krisen: Junge optimistischer als Ältere

RND.de: Unicef: Trotz Klimakrise ist die Jugend optimistischer als ältere Generation.

Jugendliche weltweit blicken einer Unicef-Umfrage zufolge trotz aktueller Krisen positiver auf die Welt als die ältere Generation. Im Durchschnitt stimmen 57 Prozent der Menschen zwischen 15 und 24 Jahren der Aussage zu, dass die Welt mit jeder Generation ein besserer Ort wird, wie die am Donnerstag veröffentliche Umfrage des Kinderhilfswerks gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Gallup ergab. In Deutschland stimmten dem 61 Prozent zu.

Diesen Optimismus teilten weltweit lediglich 39 Prozent der älteren Menschen über 40 Jahren. In Deutschland waren es 40 Prozent. Für das „Changing Childhood Projekt“ wurden zwischen Februar und Juni 2021 mehr als 21.000 Menschen in Deutschland sowie 20 weiteren Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländern befragt.

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„Im Vergleich zu älteren Generationen bleiben die jungen Menschen optimistisch, denken viel globaler und sind entschlossen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen“, sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Sie machen sich zwar Sorgen über die Zukunft, aber sie sehen sich als Teil der Lösung.“ Im Vergleich zu der Generation 40 plus seien junge Menschen digitaler, fühlten sich eher als Teil der globalen Gemeinschaft, befürworteten die internationale Zusammenarbeit und legten mehr Wert auf den Schutz vor Diskriminierung.

Vor allem junge Menschen erwarten den Angaben zufolge Lösungen für Krisen wie den Klimawandel und wollen die Zukunft mitgestalten. Die Regierungen sollten entschieden dagegen vorgehen, gaben 73 Prozent der jungen Generation und 72 Prozent der älteren in Deutschland an. Die Mehrheit in beiden Generationen forderte, dass junge Menschen stärker beteiligt werden sollten. Durchschnittlich 58 Prozent der jüngeren und 52 Prozent der älteren Menschen finden es sehr wichtig, dass Politikerinnen bei ihren Entscheidungen die Stimmen der Kinder und Jugendlichen hören. In Deutschland waren es 59 Prozent der jüngeren und 52 Prozent der älteren Generation.

Die Mehrheit der befragten Jugendlichen sieht zudem Fortschritte im Bereich der Gesundheitsversorgung (81 Prozent) und Bildung (73 Prozent), wie die Umfrage ergibt. Unter den Älteren waren die Zustimmungswerte mit 75 Prozent und 57 Prozent niedriger. Gleichzeitig sprachen viele der Befragten von einen zunehmenden Erfolgs- und Leistungsdruck und psychische Belastungen. Vor allem in Industrieländern gaben die Befragten an, dass sich die mentale Gesundheit in der jüngsten Generation verschlechtert habe. In Deutschland stimmten dem 57 Prozent der Jüngeren sowie 43 Prozent der Generation 40 plus zu… weiterlesen

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