Weltklimarat-Bericht: Was Experten gegen die Klimakrise empfehlen

Weltklimarat-Bericht: Was Experten gegen die Klimakrise empfehlen
Aralsee Foto: sunriseOdyssey-flickrccbysa20

Weltklimarat-Bericht Was Experten gegen die Klimakrise empfehlen

Tagesschau: Der menschengemachte Klimawandel führt noch in diesem Jahrhundert zu einer Erwärmung von 1,4 – 4,4 Grad Celsius – so steht es im ersten Teilbericht zu den physikalischen Grundlagen, den der Weltklimarat vergangenen Sommer vorgelegt hat. Eine ziemliche Spannbreite. Die ist vor allem deshalb so groß, da die Wissenschaft nicht weiß, wie sich die Menschheit in Zukunft verhält – was sie und ihre Regierungen unternehmen, um die Klimakrise einzudämmen. Der aktuelle dritte Teilbericht versucht, genau das näher zu beschreiben: Welche Optionen haben wir? Die klare Antwort des Berichts: Der Königsweg ist der Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energien und der Umstieg auf erneuerbare. Aber auch technologische Lösungen und Kernkraft können eine Rolle spielen.

„Wir stehen an einem Scheideweg. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können eine lebenswerte Zukunft sichern. Wir haben die Instrumente und das Know-how, um die Erwärmung zu begrenzen“, sagte der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee. „Die Klimaschutzmaßnahmen, die in vielen Ländern ergriffen werden, machen mir Mut. Es gibt politische Maßnahmen, Vorschriften und Marktinstrumente, die sich als wirksam erweisen. Wenn diese in größerem Umfang und auf breiterer und gerechterer Basis angewandt werden, können sie zu tiefgreifenden Emissionssenkungen beitragen und die Innovation fördern.

Die Menschheit bewegt sich bis zum Jahr 2100 auf eine Erhitzung von 3,2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Zeiten zu. Wenn die Welt wirklich die 1,5 Grad-Grenze einhalten will, dann dürften die CO2-Emissionen maximal noch bis 2025 ansteigen und müssten danach schon bis 2030 um 43 Prozent zurückgefahren werden. Auch ein Drittel der Methan-Emissionen müsste vermieden werden. Allerdings wird es auch dann zu einer zeitweisen Überschreitung von 1,5 Grad Celsius kommen.

Die kommenden acht Jahre sind entscheidend für die weitere Entwicklung. Das ist die Hauptbotschaft. Denn die bisher in Aussicht gestellten Ziele der Staaten – soweit sie als nationale Klimaschutzzusagen an das UN-Klimasekretariat gemeldet wurden – reichen nicht aus, um den Temperaturanstieg zu begrenzen: Sie führen immer noch auf einen Weg von 2,8 Grad Celsius Erwärmung. Alleine die bestehende Infrastruktur an Kraftwerken und Industrieanlagen würde mehr als ausreichen, um das verbleibende Kohlenstoffbudget zu verbrauchen. Weiterlesen…

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