Auch E-Mobilität ist nicht per se sinnvoll

Auch E-Mobilität ist nicht per se sinnvoll
Foto: Pavel Kapysh/PixabayCC/PublicDomain

Auch E-Mobilität ist nicht per se sinnvoll

Die Globalisierung und die großflächige Verstädterung in Verbindung mit technischen Innovationen und der digitalen Revolution verändern die Welt um uns herum, die Struktur der Wirtschaft und die Art und Weise, wie die Menschen leben, in rasantem Tempo. In absehbarer Zukunft wird sich der Übergang zu einem neuen technologischen Wirtschaftsparadigma verstärken. Ein komfortables städtisches Umfeld, dessen Qualität zu einem Drittel von den Mobilitätsbedingungen abhängt, wird somit zu einem wertvollen Gut und zu einer Quelle des Wirtschaftswachstums.

Der Verkehrssektor ist für 23 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, wobei der größte Teil davon auf den Stadtverkehr entfällt. Städte verbrauchen 60 bis 80 Prozent der weltweiten Energie und tragen wesentlich zum Klimawandel bei.

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Klimawandel ist weltweite Bedrohung

Vor Jahrzehnten wurde der Klimawandel als Umweltproblem betrachtet, doch heute ist die gesamte Zivilisation über diese globale Bedrohung besorgt. Verkehrsstaus und -unfälle, Lärm und Emissionen sind Probleme, mit denen die meisten Städte konfrontiert sind, die aber mit unterschiedlichen Ansätzen und Planungsmethoden angegangen werden. Die herkömmliche Verkehrsplanung setzt auf den Ausbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Kapazität des Straßennetzes.

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Die nachhaltige Mobilitätsplanung konzentriert sich auf die Entwicklung integrierter Verkehrssysteme, die sektorübergreifende Zusammenarbeit und die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Der Boom bei der Nutzung von Elektrorollern in den Städten hat erst vor kurzem begonnen. Zum Teil wurde dieser Prozess durch die zunehmende Verbreitung von Verleihdiensten erleichtert. Obwohl es den Anschein hat, dass der Verleih von Elektrorollern offensichtliche Vorteile für die Bauwirtschaft hat, gibt es noch immer nur wenige eingehende Studien, die die Umweltfreundlichkeit dieses Verkehrsmittels bestätigen oder widerlegen.

Auch E-Roller verpesten die Atmosphäre

Im Jahr 2019 haben Forscher der North Carolina State University in den USA versucht, die Nachhaltigkeit des Verleihs von Elektrorollern im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln zu analysieren. Sie errechneten, dass ein Elektroroller etwa 126 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer Fahrstrecke und Fahrgast verursacht. Das ist etwas weniger als die Hälfte der Emissionen eines Standardfahrzeugs (259 Gramm pro km). Ein Bus hat 51 Gramm, ein Fahrrad 5 Gramm.

Etwa 50 Prozent der CO2-Emissionen von Elektrorollern stammen aus der Gewinnungs- und Herstellungsphase. Weitere 43 Prozent der Emissionen werden durch den zusätzlichen Fuhrpark verursacht, der für die Wartung der Roller benötigt wird, insbesondere für das Abholen und Liefern der Roller zu den Ladestationen. Daher ist es wichtig, aus welchen Materialien der Roller besteht, welche Batterien verwendet werden, ob die Batterie durch eine neue ersetzt werden kann, welche Stromquellen zum Aufladen der Batterien verwendet werden, wie einfach es ist, den Roller zu reparieren, und welche Transportfahrzeuge den Roller vom Hersteller zur Verkaufsstelle oder zur Vermietung bringen.

Es gibt mehrere Maßnahmen, die die Betreiber ergreifen können, um die Umweltfreundlichkeit von Elektrorollern für den Verleih zu verbessern:

  • die meisten Scooter aus dem Stadtzentrum an den Stadtrand zu verlegen, um die Menschen zu ermutigen, den Scooter zu benutzen, um von zu Hause zur U-Bahn oder zum Bahnhof zu gelangen;
  • Roller zu kaufen, die aus recycelten Materialien oder aus Materialien hergestellt wurden, die später leicht recycelt werden können;
  • Ersatzbatterien mit hoher Kapazität zu verwenden und sie so selten wie möglich auszutauschen;
  • zum Aufladen der Batterien Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu verwenden;
  • umweltfreundliche Verkehrsmittel (Elektroautos, Lastenfahrräder) für die Verteilung von Batterien oder Motorrollern zu nutzen;
  • mehr auf die Verlängerung der Lebensdauer von Elektrorollern zu achten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Elektroroller deutlich umweltfreundlicher sind als Autos, aber keine gute Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Radfahren oder zu Fuß gehen darstellen. Die Hauptgründe sind die kurze Lebensdauer, die suboptimale Aufladelogistik und der Standort der Roller in der Stadt. Wenn Sie hingegen einen Elektroroller kaufen, ihn in gutem Zustand halten und ihn zwei oder mehr Jahre lang aktiv nutzen, anstatt zur Arbeit oder zur Schule zu pendeln, können Sie Ihren ökologischen Fußabdruck erheblich verringern.

Alex Larson

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