Braunkohlegegner: Polizei lobt friedlichen Protest

Braunkohlegegner: Polizei lobt friedlichen Protest
Screenshot: domradio.de

Braunkohlegegner: Polizei lobt friedlichen Protest

domradio.de: Rund 2.500 Braunkohlegegner bei Menschenkette am Tagebau Garzweiler. Mit einer rund vier Kilometer langen Menschenkette haben Umweltschützer am Tagebau Garzweiler demonstriert. Sie fordern einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Braunkohleförderung. Die Polizei Aachen lobt den Protest ohne Vorkommnisse.

Am Tagebau Garzweiler haben den Veranstaltern zufolge etwa 2.500 Umweltschützer mit einer rund vier Kilometer langen Menschenkette gegen den weiteren Braunkohleabbau demonstriert. Die Menschenkette verbinde die vom Tagebau unmittelbar bedrohten Dörfer im Tagebau-Gebiet Lützerath und Keyenberg, sagte der Geschäftsleiter des Bunds Umwelt- und Naturschutz (BUND) NRW, Dirk Jansen, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Polizei Aachen bewertete den Protest als friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Aufgerufen zu der Veranstaltung unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen – Dörfer retten“ hatte neben dem BUND NRW auch der Verein Alle Dörfer bleiben, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland und Natur-Freunde Deutschland. Mit bunten Bändern, Großbannern und anderen Aktionsmaterialien markierten die Demonstranten den Angaben der Veranstalter zufolge die 1,5 Grad Grenze und damit die maximal tolerierbare Grenze des Braunkohleabbaus. Sie forderten einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Braunkohleförderung.

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Nach Berechnungen des Deutsches Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Alle Dörfer bleiben dürfen im Tagebau Garzweiler nur noch etwa 70 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert werden, um das 1,5 Grad-Ziel einzuhalten. „Stattdessen aber plant der Energiekonzern RWE noch den Abbau von bis zu 600 Millionen Tonnen allein aus dem Tagebau Garzweiler“, kritisierten die Umweltschützer.

Mit der Demonstration noch vor der anstehenden Bundestagswahl wollen die Organisationen nach eigenen Angaben „ein deutliches Signal an die nächste Bundesregierung“ senden. Sie fordern einen Kohleausstieg bis spätestens 2030 und den Stopp der weiteren Zerstörung von Natur, Landschaft und Dörfern für die Braunkohle. Zudem müssten die Zwangsumsiedlungen gestoppt werden… weiterlesen

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