Die trügerische Ruhe um Glyphosat

Die trügerische Ruhe um Glyphosat
Foto: Pixabay CC0

Die trügerische Ruhe um Glyphosat

Das weltweit meistverkauft Ackergift wird nach wie vor in Deutschland in großen Mengen eingesetzt. In der EU ist Glyphosat nach dem skandalösen Alleingang von 2017 des damaligen CSU-Landwirtschaftsministers Christian Schmidt noch bis Ende 2022 zugelassen. CDU und SPD hatten sich in den Kolalitionsverhandlungen daraufhin geeibigt, die Anwendung des Unkrautvernichters „so schnell wie möglich grundsätzlich beenden“ zu wollen. Geschehen ist seit dem: Nichts.

Zwar hat die Bundesregierung für das ferne Jahr 2024 ein Verbot in Aussicht gestellt – Fehlanzeige! Die CDU-Landwirtschaftministerin Julia Klöckner hält ein Verbot auf nationaler Ebene rechtlich unmöglich sei, so lange das Gift in der EU zugelassen ist.

Weltkarte der Bodenverseuchung

Das Umweltinstitut München will daher in einem Rechtsgutachten beweisen, dass die Bundesrepublik Pestizide sehr wohl auch dann verbieten kann, wenn sie eine EU-Zulassung haben. „Ein Beweis dafür, dass die Bundesregierung sich bei der Regulierung von Pestiziden nicht hinter der EU verstecken kann, kann auch dabei helfen, Insektengifte wie Sulfoxaflor oder andere Spritzmittel schneller von deutschen Äckern zu verbannen“, schreibt das Umweltinstitut in seinem Spendenaufruf und bittet um Unterstützung bei der Finanzierung des Rechtsgutachtens.

red

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