Es wird trockener – und häufiger extrem nass

Es wird trockener – und häufiger extrem nass
Screenshot: spiegel.de

Es wird trockener – und häufiger extrem nass

spiegel.de: Mit dem Klimawandel nehmen Wetterextreme zu. Heftige Starkregenereignisse wie in Westdeutschland könnten bald keine Seltenheit mehr sein – gleichzeitig gibt es mehr Dürren, fanden Forscher heraus.

Je wärmer die Erde wird, desto mehr Wetterextreme gibt es: Starkregenereignisse wie derzeit in West- und Süddeutschland, aber auch Dürren wie in den vergangenen Jahren dürften zunehmen. Davor warnt ein internationales Forscherteam in einer neuen Studie, die heute im Fachjournal »Science Advances« veröffentlicht wurde.

Ungefähr zwei Drittel des Festlandes stünde ein nasseres und zugleich schwankenderes Klima bevor. Der Unterschied zwischen extrem trockenem und extrem nassem Wetter werde dort somit größer. Ein Drittel der Landfläche werde dagegen trockener.

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Die Forscherinnen und Forscher errechneten mit Klimamodellen, wie sich eine Welt mit einer hohen CO2-Konzentration in der Atmosphäre und höheren Temperaturen verändert. »Der Wasserkreislauf intensiviert sich mit der Klimaerwärmung, wobei der Niederschlag im globalen Mittel pro Grad Temperaturerhöhung um ein bis drei Prozent steigt«, schreiben die Autoren mit Verweis auf frühere Studien. Bisher hat sich etwa Deutschland bereits um rund zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt, weltweit sind es rund 1,2 Grad.

Doch nicht überall erhöhen sich die Niederschläge gleichmäßig. Extremer Regen könnte noch stärker zunehmen, wenn in den Regionen genügend Wasser in der Atmosphäre vorhanden sei. So könne der Wassergehalt in der Atmosphäre pro Grad um sechs bis sieben Prozent zunehmen, weshalb dann auch mehr Regen möglich sei, sagen die Autoren und beziehen sich auf ein altes physikalisches Gesetz, die sogenannte Clausius-Clapeyron-Gleichung. Die Idee dahinter: Je heißer die Luft über der Erdoberfläche, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen.

Die ohnehin schon feuchten Regionen werden den Autoren zufolge vor allem variabler, das heißt, es gibt unter anderem mehr starke Niederschläge. Das gelte etwa für die Region des indischen Monsuns.

Die Erderwärmung mache das Klima vor allem unausgeglichener und »extremer sowohl in den nassen als auch in den trockenen Zuständen«, schreiben die Autoren um Wenxia Zhang von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking… weiterlesen

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