EU einig über neue Grenzwerte für Giftstoffe

EU einig über neue Grenzwerte für Giftstoffe
Foto: Pixabay CC0

EU einig über neue Grenzwerte für Giftstoffe

zeit.de: Die Europäische Union will die Freisetzung bestimmter Schadstoffe aus Abfall auf ein Minimum reduzieren. Zudem soll die Batterieproduktion nachhaltiger werden.

Die EU-Länder haben sich auf strengere Grenzwerte für sogenannte persistente organische Schadstoffe geeinigt. Das geht aus einer Mitteilung des Rats der Europäischen Union hervor. Es handele sich um chemische Substanzen, die für Umwelt und Menschen eine besondere Gefahr darstellten, sagte die französische Umweltministerin Barbara Pompili. Nun muss gemeinsam mit dem EU-Parlament ein endgültiger Kompromiss zu dem Vorhaben gefunden werden. Ziel soll es sein, die Freisetzung der Stoffe aus Abfällen gänzlich zu vermeiden oder auf ein Minimum zu reduzieren.

Lesen Sie auch:

Die EU-Kommission hatte vergangenen Oktober einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorgelegt. Demnach geht es darum, mögliche Probleme wie die Beeinträchtigung des Immunsystems, der Atemwege oder des Hormonsystems zu verhindern. Auch die Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit oder auf das Herz-Kreislauf-System sollen begrenzt werden.

Nach Angaben der Kommission werden die Chemikalien zwar nicht mehr in neuen Produkten verwendet, könnten aber weiterhin in Abfällen von etwa wasserdichten Textilien, Möbeln, Kunststoffen und Elektronikgeräten nachgewiesen werden.

Als Beispiele nannte die EU-Kommission etwa Perfluoroctansäure, die in Textilien oder Löschschaum vorkommt oder Dicofol, ein Pestizid, das früher in der Landwirtschaft verwendet wurde. Auch die Freisetzung von Pentachlorphenol, das für die Holzverarbeitung verwendet wurde, soll reduziert werden. 

Batterieproduktion soll nachhaltiger werden

Die Umweltminister der EU einigten sich zudem auf neue Regeln für den umweltfreundlicheren Einsatz von Batterien. Diese sollten künftig so nachhaltig wie möglich produziert, lange genutzt und besser recycelt werden, sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Ab 2031 sollen Industriebatterien laut dem Beschluss statt aus neu gewonnenen Rohstoffen zu einem bestimmten Anteil aus recyceltem Kobalt, Lithium und Blei bestehen… weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.