Experiment geglückt: Grundeinkommen tut gut

Experiment geglückt:  Grundeinkommen tut gut
Screenshot: spiegel.de

Experiment geglückt: Grundeinkommen tut gut

spiegel.de: Anfang 2017 hat in Finnland ein weltweit beachtetes Modellprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen begonnen. Was wurde daraus?

Fünf Jahre lange hatte Sini Marttinen im Ausland gelebt, in Brüssel, Hongkong, Kopenhagen und Edinburgh, als sie wieder in ihre finnische Heimat zurückkehrte. Weil sie nicht gleich eine feste Arbeit fand, durfte sie an einer Lotterie teilnehmen.

Es war eine ganz besondere Lotterie: Verlost wurde ein bedingungsloses Grundeinkommen, und Marttinen hatte Glück. Ab Anfang 2017 erhielt sie zwei Jahre lang 560 Euro im Monat vom Staat, unbürokratisch, ohne Bedingungen und ohne irgendjemandem über ihre Ausgaben Rechenschaft ablegen zu müssen.

Lesen Sie auch:

Der Modellversuch half ihr auf dem Weg in die Selbständigkeit – „ich konnte das Risiko eingehen“, sagt sie. „Durch das Grundeinkommen habe ich mich psychologisch enorm bestärkt gefühlt.“ Ende 2018 eröffnete sie in der finnischen Hauptstadt Helsinki das Café Bruket, mit zwei Partnern und drei festen Angestellten.

Seit Jahren zählt das bedingungslose Grundeinkommen zu den politischen Ideen, von denen sich viele Millionen Menschen überall auf der Welt begeistern lassen, auch in Deutschland. Gut die Hälfte der Deutschen spricht sich laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung dafür aus, sämtlichen Bürgern ihren grundlegenden Lebensunterhalt zu finanzieren.

Die Coronakrise hat der Debatte hierzulande weiteren Auftrieb gegeben. Mehrere Online-Petitionen sammeln Stimmen für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Ein im Sommer abgeschlossener Aufruf kam auf fast eine halbe Million Unterstützer. Eine Berliner Aktivistin übermittelte vor kurzem knapp 180.000 Signaturen an den Deutschen Bundestag… weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.