Immer mehr Menschen von Hunger betroffen

Immer mehr Menschen von Hunger betroffen
Foto: B. Cedeno/PixabayCC/PublicDomain

Immer mehr Menschen von Hunger betroffen

zeit.de: Laut dem Bericht der Welthungerhilfe sind 828 Millionen Menschen weltweit unterernährt. Der Klimawandel, aber auch Kriege verstärken vielerorts die Lebensmittelknappheit.

Aktuell leiden weltweit 828 Millionen Menschen in Folge von bewaffneten Konflikten, Klimaveränderungen und Entwicklungsdefiziten Hunger. Das geht es aus dem Jahresbericht der Welthungerhilfe hervor. Nach Jahren des Erfolgs gegen den weltweiten Hunger setzt sich dabei auch in diesem Jahr eine negative Entwicklung fort: „Über viele Jahre waren kontinuierliche Verbesserungen in der Hungerbekämpfung zu verzeichnen, doch seit 2014 kehrt sich der Trend um: Multiple Krisen lassen die Zahl der Hungernden immer weiter steigen“, berichtet die Welthungerhilfe. Neben der Corona-Pandemie verschärfen demnach vor allem der Klimawandel und Kriege den Hunger.

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Schon 2021 seien die Preise für Lebensmittel weltweit teils um 28 Prozent gestiegen, jetzt droht sich dieser Trend weiter zu verschärfen: „Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation weiter zugespitzt. Besonders dramatisch ist die Lage im Jemen, in Afghanistan und im Südsudan“, heißt es in dem Bericht weiter. Die Hilfsorganisation spricht von einem „Weckruf, endlich die Anstrengungen gegen den Klimawandel zu verstärken, der zu immer gravierenderen humanitären Notlagen führt“.

Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, sagte, aus allen Projektländern kämen verzweifelte Hilferufe. Von Afghanistan bis Simbabwe kämpften die Menschen mit Preissteigerungen für Brot, Getreide oder Obst um bis zu 60 Prozent. Am stärksten litten diejenigen, die ohnehin zu den Ärmsten gehörten und am wenigsten zu den Krisen beigetragen haben.

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Zugespitzt habe sich Lage insbesondere am Horn von Afrika, wo 17 Millionen Menschen nicht mehr genug zu essen hätten, so Thieme weiter. In Somalia, Kenia und Äthiopien herrsche die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Durch den Krieg in der Provinz Tigray und Konflikte in anderen Regionen wird die desolate Situation von Familien in Äthiopien laut Thieme noch verschärft.

In Ostafrika seien Millionen Ziegen und Rinder bereits gestorben, Felder verdorrt, Brunnen ausgetrocknet und Wasserstellen zerstört und damit die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zunichtegemacht, warnt die Präsidentin der Welthungerhilfe. „Der Krieg gegen die Ukraine wirkt wie ein Brandbeschleuniger der bereits existierenden Krisen und verschärft Hunger und Armut“, sagte Thieme. Denn gerade der Krieg in der Ukraine gefährdet vielerorts die Versorgung mit Lebensmitteln, da die Ukraine ein wichtiges Exportland für Getreide ist.weiterlesen

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