Menschenhandel: EU-Kommission mit neuer Strategie

Menschenhandel: EU-Kommission mit neuer Strategie
Foto: Pixabay CC0

EU-Kommission will mit neuer Strategie Druck auf Mitgliedsstaaten machen

RND: Die EU-Kommission will den Menschenhandel wirksamer bekämpfen und hat dafür eine neue Strategie vorgelegt. Die Mitgliedsstaaten sollen unter anderem die Prävention verstärken und Opfern besser helfen. 2017 und 2018 seien in der EU mehr als 14.000 tatsächliche und mutmaßliche Opfer ermittelt worden, und die Dunkelziffer sei erheblich höher, erklärte die Behörde. Meist handele es sich um Frauen und Mädchen, und der Handel mit ihnen diene der sexuellen Ausbeutung.

Die Kommission will in Sachen Umsetzung der der europäische Richtlinie von 2011 Druck machen und nötigenfalls auch mit Vertragsverletzungsverfahren gegen die betreffenden Länder vorgehen. Außerdem erwägt sie eine Überarbeitung und Verschärfung des Gesetzes. Dabei geht es insbesondere darum, die Inanspruchnahme von Dienstleistungen von Opfern des Menschenhandels unter Strafe zu stellen. Weiterlesen…

Ein Gedanke zu “Menschenhandel: EU-Kommission mit neuer Strategie

  1. Endlich geht Europa das Thema an, hoffentlich auch bald der Bundestag!

    In Schweden ist Menschenhandel so schwer, dass es sich kaum lohnt; in Deutschland floriert er seit der Legalisierung der Prostitution 2002.

    Nach Expertenschätzungen sind über 90% (*) fremdbestimmt in der Prostitution in Deutschland. Zwangsprostitution und Armutsprostitution sind die Regel.

    2002 wurde Deutschland für Menschenhändler extrem attraktiv, weil Strafverfolgung so schwierig wurde, dass sie praktisch kaum möglich ist.

    Die Polizei hat kaum eine Handhabe, den Zwang zu beweisen.

    Deutschland, das Sextourismus-Land Europas!

    Sehr viele Frauen aus ärmeren Ländern Osteuropas wurden seit 2002 hier her gelockt. Leni Breymaier, MdB: „Seit der Legalisierung der Prostitution im Jahr 2002 haben wir einen Feldversuch zulasten der Frauen.“

    Die deutschen Gesetze sind gegen Menschenhandel so gut wie wirkungslos. Ein paar Tausend Euro Bußgeld. Das schreckt die Mafia nicht ab.

    Wenn Zuhälter „ihre“ Frau (unter schwersten Androhungen) dazu bringen, vor Gericht zu sagen, alles sei freiwillig gewesen, muss das Gericht die Täter laufen lassen.

    Wir brauchen die Sexkauf-Verbot nach dem Nordischen Modell mit Straffreiheit für alle Prostituierten.

    Triebfeder für den Menschenhandel ist die Nachfrage der Freier. Die muss aufhören.

    „Auch bezahlte Vergewaltigung ist Vergewaltigung.“ (Michael Brand, MdB)

    Von 200.000 bis 400.000 Prostituierten sind nur gut 40.000 offiziell gemeldet: Offensichtlich verkaufen die meisten also illegal „Sex“ – meist fremdbestimmt.

    Wie viel Leid wir denen antun!

    Die 3sat-Doku vom 4. März lohnt sich. Dort wird das endlich aufgedeckt, was seit der Legalisierung 2002 den Menschenhändlern in Deutschland geschenkt wird.

    Frauen werden hier gehandelt wie Waffen oder Drogen. Welch ein Unrecht!

    Wir sind es denen schuldig, die nicht für ihre eigenen Rechte kämpfen können.

    Der Geldhahn ist für Menschenhändler erst zugedreht, wenn Männer nicht mehr für „Sex“ bezahlen.

    Das Problem bei der Wurzel packen!

    Quelle * : „Das Nordische Modell zu Prostitution – Ein Perspektivwechsel zum Schutz der Menschenwürde“ von Dr. Ingeborg Kraus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.