So soll KI die Klimaprognosen verbessern

So soll KI die Klimaprognosen verbessern

heise.de: Die KI IceNet berechnet den Rückgang der Eisflächen in der Arktis, andere Modelle beschäftigen sich mit der Eisbildung und Auswirkungen an Land.

Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor den schwerwiegende Folgen des Klimawandels für den Einzelnen und die öffentliche Gesundheit. Es gäbe zunehmende Fälle von Unterernährung aufgrund von Boden- und Trinkwasserverschmutzung sowie eine verminderte Lebensfähigkeit von Nutzpflanzen. Luftverschmutzung verursacht Atembeschwerden.

An anderer Stelle sorgt der Klimawandel für des Schmelzen des Polareises und die Gefährdung von Lebensraum für die Tiere. Doch die Berechnungen, wann die Arktis eisfrei sein soll, gehen auseinder. Um Folgen wie diese zu konkretisieren, arbeiten Forschende an KI-Systemen, die Prognosen konkreter machen sollen – sei es für feste Landmassen oder für Eisflächen.

So hat etwa das British Antarctic Survey (BAS) mit weiteren Institutionen die KI IceNet entwickelt. Sie soll den Rückgang der Eisflächen in der Arktis prognostizieren. Laut einem Bericht des Arktischen Rates vom Mai 2021 haben sich Luft und Wasser in der Arktis seit 1971 dreimal so schnell erwärmt wie der Rest des Planeten. Eisbären und Meeressäuger verlassen sich auf das Eis als Jagdgebiet und Ruheplatz. Indigene Völker bewegen sich auf Routen, die nicht mehr länger zuverlässig sind.

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IceNet nutzt ein Deep Learning Verfahren, das aus Computersimulationen der Eisveränderungen seit 1850 lernt, Sechs-Monats-Vorhersagen abzuleiten. Ein anderes Team von Wissenschaftlern am Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory hat ein Vorhersagemodell entwickelt, das Satellitenbilder auswertet, um zu prognostizieren, wie schnell sich das Eis in der jeweils kommenden Woche bilden wird.

Auf die Auswirkungen auf feste Landmassen hingegen hat sich ein internationales Forscherteam um Max Callaghan des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change fokussiert. Er hatte mit Hilfe von künstlicher Intelligenz mehr als 100.000 publizierte Studien zum Klimawandel klassifiziert und analysiert. Das Ergebnis: Der Klimawandel wirkt sich bereits auf mindestens 80 Prozent der globalen Landfläche aus und betrifft damit Gebiete, auf der rund 85 Prozent der Weltbevölkerung leben. Die untersuchten Studien kamen aus unterschiedlichen Fachgebieten, etwa der Agrarforschung, Biologie, Geophysik, Migrations- und Konfliktforschung… weiterlesen

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