Welttag der biologischen Vielfalt: BMU und BfN fördern Projekte

Welttag der biologischen Vielfalt: BMU und BfN fördern Projekte
Foto: EBK/Munns

Welttag der biologischen Vielfalt: BMU und BfN fördern Projekte

Urbane Waldgärten mitten in Berlin und Kassel und artenreichere Kirchenflächen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – zum Welttag der biologischen Vielfalt (22. Mai) gehen zwei Projekte an den Start, die vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert werden.

Seit zehn Jahren fördert das Bundesprogramm Biologische Vielfalt Projekte mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und vielen weiteren Akteuren vor Ort, die gemeinsam neue Lösungen für mehr biologische Vielfalt in Deutschland entwickeln wollen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Biologische Vielfalt ist die Grundlage des Lebens, von der Ernährung über die Gesundheit bis hin zu den Lösungen für den Klimaschutz. Daher fördert der Bund seit mehr als zehn Jahren gesellschaftliches Engagement für die Natur mit einem eigenen Bundesprogramm. Die beiden neuen Projekte aus dem Programm zeigen, wie wichtig gesellschaftliches Engagement für den Schutz biologischer Vielfalt und unserer Lebensgrundlagen ist.“

Kirchengarten 2 EBK Munns
Foto: EBK/Munns

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Beide Projekte haben über den Zuwachs der biologischen Vielfalt hinaus zahlreiche weitere damit verbundene positive Effekte im Blick, etwa für unsere Lebensqualität und unser Naturerleben. Im Projekt Urbane Waldgärten werden beispielsweise die ökologischen, klimatischen und sozialen Effekte der Modellflächen in Berlin und Kassel untersucht und zugleich ansprechende Formen der Umweltbildung für verschiedene Alters- und Zielgruppen erarbeitet, die bundesweit übertragbar sein sollen. Denn die biologische Vielfalt kann nur geschützt und erhalten werden, wenn wir das Bewusstsein für ihren unermesslichen Wert breit in der Gesellschaft verankern und stärken.“

Die neuen Projekte auf einen Blick:

Im Projekt „Urbane Waldgärten: Mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional“ wird das Thema Urban Gardening neu gedacht. Waldgärten sind mehrschichtig aufgebaute, naturnahe Gärten und bestehen hauptsächlich aus mehrjährigen Pflanzen. Dabei handelt es sich vor allem um Gehölze mit essbaren Bestandteilen, wie Obst, Nüsse und Beeren, aber auch um mehrjährige Arten in der Gemüse-, Kräuter- und Wurzelschicht. Im Verbundvorhaben der Universität Potsdam gemeinsam mit dem Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner e.V., dem Freilandlabor Britz e.V. und dem Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel werden drei Waldgärten als praktische Modellvorhaben entstehen. Neben dem nachhaltigen Anbau sollen im Projekt vor allem Umweltbildung, soziales Miteinander und eine naturnahe und langfristige Form des urbanen Gärtnerns erprobt werden. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt in Höhe von rund 4,85 Millionen Euro. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin (SenUVK) beteiligt sich an der finanziellen Förderung.

Weitere Informationen: https://bit.ly/waldgaertenhttps://bit.ly/waldgaerten
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Mit „BiodiversitätsChecks in Kirchengemeinden“ setzen sich das Erzbistum Köln (EBK), die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und die Evangelische-Lutherische Landeskirche Hannover (HkD) in einem Verbundprojekt dafür ein, Kirchenorte auch zu Orten der biologischen Vielfalt zu machen. Nach gründlichen Biodiversitäts-Checks werden biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern vor Ort entwickelt und durchgeführt. Mit über fünf Millionen Gemeindemitgliedern im Projektgebiet hat das Projekt großes Potenzial für vielfaches ehrenamtliches Engagement. Mögliche Maßnahmen sind der Schutz für Gebäudebrüter die Umgestaltung von Freiflächen zu struktur- und artenreichen (Kleinst-)Biotopen, die Beratung zu ökologischen Kriterien bei der Verpachtung, die naturschutzgerechte Bewirtschaftung von Gemeindeflächen sowie eine ökologische Aufwertung von Friedhöfen. Für das bis 2026 dauernde Projekt stellt das Bundesumweltministerium rund 3,58 Millionen Euro bereit.

Mehr: https://bit.ly/biodivchecks_kirchen

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