Zielstrebig aufs Ziel 30 Prozent „Bio“ zusteuern

Zielstrebig aufs Ziel 30 Prozent „Bio“ zusteuern
40 Jahre Naturland: Bei der Jubiläums-Konferenz in Berlin forderte Biobauern-Verbandspräsident Hubert Heigl von der Bundesregierung konsequentere Schritte für den dringend notwendigen Umbau der Landwirtschaft: Mit dem Ziel von 30 Prozent ‚Bio‘ habe die Ampel-Koalition einen Meilenstein gesetzt. Heigl: „Nun müssen den Worten auch Taten folgen!“
„Wir brauchen jetzt eine Finanzierung für den bereits beschlossenen Umbau der Tierhaltung und die EU-Agrarförderung muss insgesamt neu aufgestellt werden“, machte Heigl die Haltung des größten internationalen Öko-Verbands vor Hunderten Gästen aus Politik, Handel, Land- und Lebensmittelwirtschaft deutlich.
Özdemir nennt Naturland „innovativen Impulsgeber“

Diese Gäste – unter ihnen auch Ex-Fußballidol Philipp Lahm und die österreichische EU-Abgeordnete, Ökobäuerin und Köchin Sarah Wiener – erlebten fast so etwas wie ein „grünes“ Familientreffen, als nach einer Rede des amtierenden Landwirtschaftsministers Cem Özdemir auch seine Vorgängerin Renate Künast ihre Verbundenheit mit der Ökolandbau-Bewegung über die Jahrzehnt in ihren Reden beschrieben. Naturland zeige seit 40 Jahren, so Özdemir, „was möglich und machbar ist“.
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Der Landwirtschaftsminister: „Mit der Zukunftsstrategie Ökolandbau schmieden wir jetzt einen soliden Plan der gesamten Bundesregierung, denn bei jeder Ungeduld brauchen wir Gründlichkeit. Parallel arbeiten wir unter anderem daran, die Ökolandbauförderung und das Bundesprogramm Ökolandbau weiter zu verbessern, die Tierhaltung zukunftsfest umzubauen und die Bio-Nachfrage durch gute Regeln für die Außer-Haus-Verpflegung zu entwickeln. Ich setze weiter auf Naturland als innovativen Impulsgeber und Partner auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.“
Heigl, zugleich Vorstand für Landwirtschaft des Bio-Dachverbands BÖLW, lobte die vergangene Woche beschlossene Einführung einer gesetzlichen Haltungskennzeichnung mit eigener Bio-Stufe als wichtigen Schritt. „Jetzt muss die FDP ihren Widerstand aufgeben, damit auch die Finanzierung gesichert ist“, sagte Heigl, der auch Mitglied der sogenannten „Borchert-Kommission“ für den Umbau der Nutztierhaltung ist.
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