Bundesweite Forschung zur CO2-Speicherung aus der Luft

Bundesweite Forschung zur  CO2-Speicherung aus der Luft
Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Bundesweite Forschung zur CO2-Speicherung aus der Luft

Für die Einhaltung der Klimaschutzziele und die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs sind massive Reduktionen des CO2-Ausstoßes notwendig. In der Klimaforschung gilt es jedoch als wahrscheinlich, dass die Maßnahmen zur Emissionsreduktion weltweit nicht ausreichend sein werden.

„Wir müssen nun verstärkt auch die Entnahme und Speicherung von CO2 aus der Atmosphäre in den Blick nehmen“, sagt Julia Pongratz, Inhaberin des Lehrstuhls für Physische Geographie und Landnutzungssysteme am Department für Geographie an der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU). „Auch für ’negative Emissionen‘, die etwa Deutschland nach Erreichen der Treibhausgasneutralität bis 2045 anstrebt, müssen Wege gefunden werden, wie mehr Treibhausgase gebunden als ausgestoßen werden.“

Bundesweit zehn wissenschaftliche Projekte zur CO2-Speicherung

Die LMU-Wissenschaftlerin koordiniert vom 1. November 2021 an die Förderlinie „Carbon Dioxide Removal (CDR)“ des BMBF, in deren Rahmen bundesweit zehn Verbundprojekte starten.

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Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden ökologische, technische, ökonomische, politische und gesellschaftliche Fragen zur Entnahme von Kohlendioxid erforschen. Neben etablierten Maßnahmen wie der Aufforstung werden auch neue Technologien untersucht werden. Das von der LMU geleitete übergeordnete Begleit- und Synthesevorhaben CDRSynTra führt die Forschungsergebnisse der Projekte zusammen. „Unser Ziel ist es, die Potenziale und Nebenwirkungen der verschiedenen Methoden umfassend und einheitlich zu bewerten. Damit werden die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt, aufgrund derer ein gesellschaftlich akzeptabler und ökologisch sowie ökonomisch sinnvoller Mix an Methoden zur Entnahme von CO2 entwickelt werden kann“, so Pongratz.

Dialog mit Stakeholdern aus Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik gepflegt.

Zu diesem Zweck arbeitet CDRSynTra in drei Forschungssäulen zu Erdsystemanalyse, Klimaschutzpfaden sowie Governance und Politikgestaltung. Ein umfassendes Screening der internationalen CDR-Forschungslandschaft optimiert die Forschungswirkung. Um sicherzustellen, dass entworfene Klimaschutzpfade auch umsetzbar sind, wird das ganze Programm hindurch ein intensiver Dialog mit Stakeholdern aus Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik gepflegt.

An CDRSynTra sind neben der LMU auch das Climate Service Center Germany, das Deutsche Museum, das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das Institute for Advanced Sustainability Studies, das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und die Stiftung Wissenschaft und Politik beteiligt.

red

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