Ex-DGB-Chef Hoffmann: Vorsitz im Nachhaltigkeitsrat

Ex-DGB-Chef Hoffmann: Vorsitz im Nachhaltigkeitsrat
RNE-Gruppenbild mit Kanzler Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

Ex-DGB-Chef Hoffmann: Vorsitz im Nachhaltigkeitsrat

Auf ihrer konstituierenden Sitzung im Bundeskanzleramt wählten die Mitglieder des neu berufenen Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) den ehemaligen Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Er folgt Werner Schnappauf, der seit 2020 den RNE-Vorsitz innehatte.

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„Wir müssen Nachhaltigkeit im öffentlichen Diskurs zum Gewinnerthema machen, gerade in Zeiten multipler Krisen“, so Hoffmann. Dabei betonte er auch die Bedeutung von Gerechtigkeit in der Gesellschaft. „Nachhaltigkeit basiert für mich auf drei Säulen: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Soziale Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur Sozialpolitik, sondern viel mehr und anspruchsvoller. Jetzt geht es um die Umsetzung, das müssen wir der Politik und den Menschen zeigen“, sagte Hoffmann.

RNE: Unabhängige, kompetent-kritische Berater der Regierung

Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Gunda Röstel gewählt, Kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH und Prokuristin der GELSENWASSER AG. „In diesen Zeiten ist es leicht, ein Ohnmachtsgefühl zu bekommen. Das Gute ist: Der Nachhaltigkeitsrat kann Politikerinnen und Politikern Mut machen, Empfehlungen geben und in konkretes Handeln übersetzen“, so Röstel. Sie formulierte auch ein ganz direktes und zugleich persönliches Ziel: „Wenn meine beiden Enkel groß sind, dann müssen wir das Klimathema positiv gelöst haben“, sagte Röstel.

Anlässlich der konstituierenden Sitzung des RNE betonte Staatsministerin Ryglewski, sie freue sich auf die zukünftige Zusammenarbeit und Impulse durch den Rat als unabhängiger, kompetent-kritischer Berater der Bundesregierung. „In den kommenden Jahren müssen wir nicht nur die weltweiten Treibhausgasemissionen deutlich senken und unsere Energieproduktion auf Erneuerbare umstellen. Wir müssen auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Blick nehmen und die sozialen Errungenschaften so verteilen, dass möglichst alle, einschließlich künftiger Generationen, daran teilhaben können. Nur wenn es uns gelingt, das Prinzip „Leave no one behind“ – niemanden zurücklassen –, als eine der zentralsten Forderungen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung konsequent in allen Bereichen umzusetzen, kann die Transformation gelingen“, so die Staatsministerin.

Im Vorfeld der Sitzung traf Bundeskanzler Olaf Scholz die Räte zum gemeinsamen Pressefoto. Er hatte die 15 Mitglieder Mitte Januar für drei Jahre in den RNE berufen, neun von ihnen zum ersten Mal. Ende März tritt der Rat zu einer Klausurtagung zusammen, um sein Arbeitsprogramm für die Jahre 2023-2026 festzulegen.

red

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