Fridays for Future kämpft für den Regenwald

Fridays for Future kämpft für den Regenwald
Foto: coachdanielamenezes/Pixabay CC/PublicDomain

Fridays for Future kämpft für den Regenwald

Ein internationales Bündnis von Fridays for Future in über 18 Ländern, darunter Brasilien, Italien, Belgien, Peru, Venezuela, Deutschland und Österreich veranstaltet vom 28. bis 30. August 2020 eine Protestkampagne gegen die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes.

Durch die Rodung des Amazonas-Regenwaldes gelangen Gigatonnen an CO2 in die Atmosphäre und das einzigartige Ökosystem droht sich in eine Savanne zu verwandeln. Geplant sind Street-Art-Aktionen, Demonstrationen, um auf die dramatische Situation aufmerksam zu machen. Die Aktionen werden Corona-konform stattfinden.

Ohne Regenwald kein Klimaschutz

„Ohne den Amazonas-Regenwald ist die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels nicht möglich! Die Zerstörung der Lebensräume der indigenen Bevölkerung ist nicht nur eine ökologische Katastrophe, sondern auch ein Verbrechen an jenen, die den Wald zu schützen versuchen. An diesen rassistisch motivierten Angriffen tragen Deutschland und Europa durch ihre Handelspolitik eine Mitschuld“, sagt Anna Castro-Kösel, Fridays for Future-Aktivistin aus Freiburg.

Rund ein Fünftel der Soja-und Rindfleischexporte aus Brasilien in die Europäische Union stehen im Zusammenhang mit Brandrodung im Amazonasgebiet, welche angesichts des jüngsten Mercosur-Abkommens noch weiter steigen wird. Währenddessen beschneidet die brasilianische Regierung weitere Maßnahmen zum Umweltschutz. So wurden zuletzt dem Umweltministerium die Kontrolle und die Berichterstattung untersagt. Indigenen Völkern wird der Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Grundversorgung verwehrt. Bereits im August diesen Jahres wurden über 10.000 Waldbrände registriert.

EU darf Mercosur-Abkommen nicht zustimmen“

„Wir können nicht zulassen, dass die EU dem Mercosur-Abkommen zustimmt, damit ist die Zerstörung des Amazonas weiter befeuert und Bolsonaros Verbrechen legitimiert. Kanzlerin Angela Merkel hat Aktivistinnen letzte Woche im gemeinsamen Gespräch zugesichert, das Abkommen in seiner jetzigen Form abzulehnen. Wir fordern nun die offizielle Zusage, dass Deutschland dieses Abkommen, auch im Rahmen der aktuellen europäischen Ratspräsidentschaft, verhindern wird!”, so Castro-Kösel

FFF

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