Mini-Turbine macht Hotels nachhaltiger

Mini-Turbine macht Hotels nachhaltiger
Foto: Johannesbad Therma Bad Füssing

Mini-Turbine macht Hotels nachhaltiger

Die aktuelle Buchungslage der deutschen Hotels gibt für die Hauptsaison vorsichtigen Grund zum Optimismus und viele Tourismusbetriebe gehen gut vorbereitet in den Sommer: Auch wenn die letzten zwei Jahre im Zeichen von COVID herausfordernd für die Hotellerie waren, konnte man sich gleichzeitig auf Neuausrichtung, Innovation und Trends fokussieren. Ganz vorne rangieren dabei die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Ein Musterbeispiel dafür ist die Johannesbad Therme Bad Füssing in Bayern. Durch den Einsatz von über fünfhundert Miniturbinen in den Duschen der Gästeunterkünfte und Wellness-Bereiche spart die Therme Energie, Wasser sowie Betriebskosten und senkt ihren CO2 Ausstoß zugleich wesentlich. Verantwortlich dafür zeichnet das Ecoturbino-System der Rabmer Gruppe aus Österreich.

Ökologischer Fußabdruck wird wichtiges Entscheidungskriterium

Touristen achten bei der Wahl ihrer Unterkunft immer öfter auf deren ökologischen Fußabdruck. Hotels, die zum Beispiel klimaschonend bauen und/oder ihre Betriebskosten nachhaltig reduzieren, dürfen in Zukunft also mit mehr Gästen rechnen. Bei den möglichen Maßnahmen zur Senkung von Energiekosten und CO2 spielt Warmwasser eine wesentliche Rolle. Vor allem in Duschen werden überdurchschnittlich große Mengen Wasser sowie Energie für die Warmwasseraufbereitung verbraucht – gerade bei den aktuell dramatisch steigenden Strom- und Gaspreisen für die Hotels eine große Herausforderung.

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Das weiß auch Ernst Kaser, der Leiter der Johannesbad Therme Bad Füssing: „In einer Therme verbraucht man naturgemäß viel Wasser beim Duschen, da die Kurgäste mehrere Behandlungen täglich haben, die Therme ausgiebig nutzen und entsprechend oft duschen.“

Abhilfe schafft in der Johannesbad Therme das Ecoturbino-System. „Durch die komplette Ausstattung haben wir enorme Einsparungen an Wasser und Energie, was nicht nur zu einer deutlichen Reduktion der Kosten, sondern auch zu einem entsprechend nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser und der eingesetzten Energie für die Warmwasseraufbereitung führt – und dies ohne, dass unsere Gäste etwas merken“, so Kaser.

17 Millionen Liter Wasser einsparen bei gleichem Duschkomfort

In der Johannesbad Therme Bad Füssing wurden insgesamt 464 Zimmer und 59 Thermenduschen mit dem Ecoturbino-System ausgestattet. Jährlich spart die Therme damit rund 17 Millionen Liter Wasser, 630.000 kWh Energie und knapp 200 Tonnen CO2. Im sanitären Bereich reduziert sich der Gesamtwasserverbrauch damit um 17 Prozent. Noch in diesem Jahr wird das Ecoturbino-System deshalb flächendeckend in den Standorten der Johannesbad Unternehmensgruppe in Deutschland eingesetzt werden.

„Wie hoch die Einsparungen sind, ist von Hotel zu Hotel verschieden. Wir bieten daher kostenlose Messungen und Testläufe an, damit sich die Hoteliers selbst von den Vorzügen unserer Technologie überzeugen können. Damit zeigt sich ganz einfach, wieviel Wasser und Energie eingespart werden könne, ohne dass der Komfort für den Gast darunter leidet“, erläutert Ulrike Rabmer-Koller, Geschäftsführerin der Rabmer Gruppe.

Ulrike Rabmer c Rabmer
Ulrike Rabmer-Koller mit einer Miniturbine Foto: Rabmer
Wasser-Luft-Gemisch sorgt für angenehmes Duscherlebnis

Der TÜV-geprüfte und mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifizierte Ecoturbino wird direkt in der Dusche als Verbindungsstück zwischen Armatur und Duschschlauch angebracht. „Im Ecoturbino wird der Wasserdurchfluss um rund 40 Prozent reduziert, zusätzlich mit Luft vermengt und stark verwirbelt. Dadurch erhöht sich die Durchflussgeschwindigkeit massiv und gleichzeitig bleibt der Duschkomfort im vollen Ausmaß erhalten. Hotels senken so ihre Betriebskosten enorm – dies ist vor allem in Anbetracht der hohen Energiekosten und der CO2 Bepreisung besonders wichtig.

Darüber hinaus profitiert auch die Umwelt, denn weniger Warmwasserverbrauch bedeutet auch weniger CO2-Ausstoß, was bei der Johannesbad Therme Bad Füssing eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird“, erklärt Rabmer-Koller abschließend.

Leonard Häusler-Dworschak

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