Solar-Strom ohne Sonne

Solar-Strom ohne Sonne
Screenshot: efahrer.chip.de

Solar-Strom ohne Sonne

efahrer.chip.de: Ein Student von den Philippinen hat ein Solarmodul entwickelt, dass auch ohne Sonnenschein funktioniert. Damit macht er es nicht nur möglich, bei bewölktem Himmel Strom zu erzeugen, sondern rettet bei der Produktion auch noch weggeworfene Lebensmittel. Für sein Engagement bekam er den James Dyson Award für Nachhaltigkeit.

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Um unseren Energiebedarf abzudecken, ohne weiterhin auf fossile Energieträger angewiesen zu sein, braucht es ein breites Spektrum an regenerativen Energiequellen. Besonders beliebt sind Solarzellen, die Sie beispielsweise auf das Hausdach montieren. Das Problem: In den kalten finden nur wenig Sonnenstrahlen einen Weg durch die Wolkendecke auf die Solarpanele, sodass in diesem Zeitraum deutlich weniger Strom erzeugt werden kann als im Sommer.

Regenerativ und Nachhaltig

Carvey Ehren Maigue, ein Student der Mapua Universität auf den Philippinen, hat eine Technologie entwickelt, die diesem Problem Abhilfe schaffen könnte. Beim Spazieren bei bedecktem Himmel merkte er, wie trotz fehlender Sonneneinstrahlung seine Brille auf die UV-Strahlung reagiert und seine Gläser sich dunkel färbten. Das habe ihn auf die Idee gebracht, Solaranlagen zu entwickeln, die ohne direkte Sonneneinstrahlung funktionieren.

Dafür hat er leuchtende Bestandteile von Pflanzen extrahiert und in Kombination mit Harz zu flexiblen Solarpanels geformt. Sobald UV-Strahlung auf diese durchsichtigen Flächen trifft, produzieren diese sichtbares Licht, woraus die Anlage Strom erzeugt. 

Der Vorteil seiner Technologie: Damit wird nicht nur Strom erzeugt, wenn die Sonne nicht scheint, sondern auch weggeworfene Pflanzen finden Verwendung und werden genutzt. Das ist vor allem auf den Philippinen sinnvoll, da dort wegen Unwettern immer wieder Ernte zerstört wird. Die Bauern können damit noch Geld mit ihrem Abfall verdienen, der auch noch sinnvoll genutzt wird. Aktuell bestehen 80 Prozent der Anlage aus Biomüll. Der Erfinder arbeite aber daran, diese Quote auf 100 Prozent zu erhöhen… weiterlesen

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